20.03.2020 - 11:07 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Spieß-Wechsel beim Kraftfahrausbildungszentrum Kümmersbruck

Versetzungen sind im Alltag von Soldaten nichts Ungewöhnliches und finden meist ohne viel Aufheben statt. Aber es gibt Ausnahmen, wie kürzlich in Kümmersbruck.

Beim Spieß-Wechsel (von links): Stabsfeldwebel Martin Höchtl, Dienststellenleiter Oberleutnant Daniel Bollmann, der neue Kompaniefeldwebel Stabsfeldwebel Richard Winkler.
von Hans BernreutherProfil

Bei einem Dienstposten in einer Kompanie oder vergleichbaren Dienststelle ist ein Wechsel doch ein besonderes Ereignis: Die Übergabe der Dienstgeschäfte des Kompaniefeldwebels oder im Militärjargon kurz „Spieß“ genannt.Vor den angetretenen Fahrlehrern und Fahrschülern des Kraftfahrausbildungszentrums (KfAusbZ) Kümmersbruck sowie zahlreichen Gästen übergab deren Leiter, Oberleutnant Daniel Bollmann, in der Gärmersdorfer Schweppermannkaserne die gelbe Schulterschnur, das sichtbare Erkennungszeichen eines Kompaniefeldwebels von Stabsfeldwebel Martin Höchtl an dessen Nachfolger Stabsfeldwebel Richard Winkler. Bollmann würdigte in seiner Ansprache die Verdienste des scheidenden Unteroffiziers, der seit 2010 durchgehend im Kraftfahrausbildungszentrum tätig war. Zunächst als Fahrlehrer, ab 2015 in der Funktion des Spieß. Als Kompaniefeldwebel war er unter anderem enger Berater des Dienststellenleiters in allen Fragen des Innendienstes und Vorgesetzter von fast 30 Fahrlehrern.

Stabsfeldwebel Höchtl wechselt an das Zentrum für Kraftfahrwesen in Mönchengladbach in den Bereich Fahrerlaubnis. Dieser neue Dienstposten ist zwar mit einer Beförderung zum Oberstabsfeldwebel verbunden, den fünfstündigen Wochenendheimfahrten nach Bayern sieht er aber, wie er bemerkte, mit gemischten Gefühlen entgegen. Höchtls Nachfolger, Stabsfeldwebel Richard Winkler, war in seiner bisherigen Verwendung ebenfalls Fahrlehrer in Feldkirchen und übernimmt nun in Kümmersbruck diesen Dienstposten mit der herausgehobenen Funktion. Er ist 48 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder.

Zum Abschied hatten sich die Soldaten für den beliebten und geschätzten Kompaniefeldwebel etwas Besonderes einfallen lassen. Als ehemaliger Panzergrenadier auf dem Schützenpanzer Marder durfte er auf dem Fahrersitz eines Fahrschulpanzers des gleichen Typs Platz nehmen. Gekonnt und mit einem breiten Grinsen steuerte er das Gefährt an den Soldaten und den Ehrengästen vorbei.

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