11.11.2018 - 12:33 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Tierheim: Kümmersbruck bietet Finanzhilfe, will aber mitreden

Grundsätzlich positiv eingestellt ist der Kümmersbrucker Gemeinderat dem Tierheim gegenüber. Deshalb ist er auch "prinzipiell bereit", sich einer neuen Fundtier-Vereinbarung anzuschließen. Mit Bedingungen.

Das Tierheim Amberg braucht Finanzhilfe. Unter anderem für den Bau eines neuen Hundetrakts.
von Klaus HöglProfil

Voraussetzung ist, dass der überwiegende Teil der weiteren Kommunen ebenfalls dazu bereit ist. Eine entsprechende Absichtserklärung hat der Rat abgesegnet. Inbegriffen ist die Beteiligung an Investitionskosten für einen Tierheim-Neubau. Doch dabei möchte die Gemeinde mitreden.

Sich "solidarisch verhalten", das mahnten sowohl Bürgermeister Roland Strehl (CSU) als auch Gemeinderat Richard Gaßner (SPD) von den Kommunen an. Diese sollten aber nicht nur zahlen, sondern auch ein Mitspracherecht erhalten. Verwaltungschef Wolfgang Roggenhofer wartete mit dem Hinweis auf, das bisherige Betreiberverhältnis zu prüfen. In anderen Landkreisen werde als "Dach" ein Zweckverband gebildet, der auch Investitionen tätigen könne. Der Tierschutzverein, dessen Arbeit gelobt wurde, würde dann den laufenden Betrieb übernehmen. Taugt ein solches Modell auch für den Landkreis? Als problematisch wird nämlich gesehen, derartige Investitionen über einen Verein abzuwickeln.

Die Diskussion im Plenum fußte auf einem Vorschlag der LandkreisBürgermeister, die unter anderem eine neue Fundtier-Vereinbarung anregten, samt Regelung, wie die Kosten für einen unumgänglich gewordenen Tierheimneubau zu schultern sind. Ein neuer Trakt für Hunde würde rund 2,10 Millionen Euro kosten, bei Unterhaltskosten von jährlich rund 450 000 Euro. Die bisherige Fundtierpauschale von einem Euro pro Einwohner würde dann nicht mehr reichen. Das Finanzierungsmodell ist noch nicht geklärt. Zunächst ging es nur darum, dem Landkreis eine positive Absichtserklärung zukommen zu lassen.

Der Gemeinderat fasste auch einen Satzungsbeschluss für das neue Baugebiet Im Einweg in Köfering. Sie macht den Weg für das weitere Verfahren und die Erschließung frei. Das Plenum billigte die Endfassung des Bebauungsplans mit integrierter Grünordnung vom Ingenieurbüro Renner und Hartmann Consult für das neue Wohngebiet. Das Interesse daran sei groß, hieß es.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.