Kümmersbruck
17.02.2019 - 12:53 Uhr

Ziel: Grüne Welle durch Kümmersbruck

Die gewünschte grüne Welle in der Kümmersbrucker Ortsdurchfahrt ist offenbar komplizierter als man denkt. Ein neues Konzept soll jetzt für mehr Bewegung im Durchgangsverkehr sorgen.

An der Einmündung der AS 27 aus Richtung Köfering vom Schlossplatz in die Staatsstraße 2165 soll es künftig eine Druckampel für Fußgänger geben. Die wird aber während der grünen Welle auf der Vilstalstraße nicht mehr sofort auf Grün schalten und so den Verkehr bremsen. Wenn die Ampeln aus sind, soll sie jedoch immer in Betrieb sein. Bild: e
An der Einmündung der AS 27 aus Richtung Köfering vom Schlossplatz in die Staatsstraße 2165 soll es künftig eine Druckampel für Fußgänger geben. Die wird aber während der grünen Welle auf der Vilstalstraße nicht mehr sofort auf Grün schalten und so den Verkehr bremsen. Wenn die Ampeln aus sind, soll sie jedoch immer in Betrieb sein.
„Signal kommt“: Das gilt künftig nicht mehr sofort bei der Druckampel an der Vilstalstraße bei der Apotheke: Wenn die grüne Welle für Fahrzeuge rollt, müssen Fußgänger geringfügig länger warten, um den Verkehr nicht zu bremsen. Bild: e
„Signal kommt“: Das gilt künftig nicht mehr sofort bei der Druckampel an der Vilstalstraße bei der Apotheke: Wenn die grüne Welle für Fahrzeuge rollt, müssen Fußgänger geringfügig länger warten, um den Verkehr nicht zu bremsen.

Die automatische Ampelschaltung in Haselmühl ist bisher so geregelt: Montag bis Freitag ist sie von 5 bis 22 Uhr in Betrieb, Samstag von 6 bis 19 Uhr, Sonntag von 8 bis 12 Uhr. Dazu gibt es die Druckknopfampel bei der Apotheke.

Das alles sollte idealerweise so eingestellt sein, dass es für den Verkehr, der durch den Ort rollt, eine grüne Welle gibt. Doch das hat bisher nicht funktioniert. Die technischen Probleme, eine solche Grünphase zu schalten, stellt wohl auch Experten vor hohe Herausforderungen.

Zurzeit "funktioniert die Taktung wieder", hat Bürgermeister Roland Strehl festgestellt. Doch niemand weiß, wie lang das so bleibt. Also war es Zeit für ein Fachgespräch zu diesem Thema. Das hat es inzwischen gegeben. Roland Strehl hat mit Ronny Gäßner vom eigenen Bauamt, mit dem Staatlichen Bauamt, der Unteren Verkehrsbehörde, der Polizeiinspektion Amberg, einem Planungsbüro und zwei Haselmühler Bürgern - "Fachleute" aus täglicher Erfahrung - diskutiert.

Ergebnis: An der Bedeutung einer funktionierenden Ampelschaltung, ganz besonders in Haselmühl, besteht kein Zweifel. Ins Auge gefasst wurden mehrere kleinere Lösungen oder Verbesserungen. Doch das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen. Bis Mitte des Jahres soll nun ein Konzept erarbeitet werden, wie der Verkehr unter Berücksichtigung der Stoßzeiten - die es nach Auffassung von Fachleuten angeblich Nachmittag nicht gibt - flüssiger gemacht werden kann.

Darüber diskutiert wurde auch im Fachausschuss der Gemeinde für Bau und Verkehr. Da galt es zunächst vorzuschlagen, wie lange die Ampeln überhaupt in Betrieb sein sollen. Folgende neue Variante hat sich dabei herauskristallisiert: Montag bis Freitag von 6 bis 20 Uhr, Samstag von 6 bis 17 Uhr, und am Sonntag könnten die Ampeln komplett ausgeschaltet bleiben. Eine Druckampel für Fußgänger soll künftig den stark frequentierten Übergang bei der Volksbank regeln. Diese darf aber nur funktionieren, wenn die anderen Ampeln aus sind. Ansonsten wird der Übergang durch die übliche Rot-Grün-Phase ermöglicht.

Gleiches gilt auch für die Druckampel für bereits existierende Fußgänger bei der Apotheke: Die kann bisher jederzeit bedient werden - mit der Folge, dass sich dann der Verkehr staut. Künftig soll auch diese Druckampel nur betätigt werden können, wenn automatisch die Rot-Grünphase angezeigt wird. An Vorschlägen mangelt es nicht. Es gibt aber noch viel zu reden, das Thema jedenfalls bleibt weiter auf der Agenda.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.