21.06.2019 - 13:56 Uhr
KulmainOberpfalz

Alle Menschen ansprechen

Fronleichnam in Kulmain: Die Gläubigen gehen nicht immer die gleiche Strecke - aus einem ganz bestimmten Grund.

Auch in Kulmain zogen an Fronleichnam die Gläubigen mit Pfarrer Markus Bruckner durch die Straßen.
von Externer BeitragProfil

Erst die Messe, dann die Prozession: Pfarrer Markus Bruckner zelebrierte den Festgottesdienst in der Pfarrkirche, den der Kulmainer Kirchenchor unter der Leitung von Stefanie Wöhrl musikalisch gestaltete. Die Fronleichnamsprozession zog dieses Jahr durch die Pfarrgasse, die Hauptstraße, die Oberbrucker Straße, die Kolpingstraße, den Sonnenweg und wieder zurück zur Pfarrkirche.

In Kulmain ist es seit Jahren Brauch, die Fronleichnamsprozession nicht immer auf der gleichen Wegstrecke zu führen, sondern den Leib Christi in der Monstranz in immer wieder andere Ortsbereiche zu tragen und so auch ein Zeichen dafür zu setzen, dass die Pfarrei alle Menschen ansprechen und zur Mitarbeit animieren möchte.

Wolken im Wechsel mit Sonnenschein und frühsommerliche Temperaturen waren in diesem Jahr die äußeren Zeichen zur Feier von Fronleichnam, dem Erinnerungsfest an die Einsetzung des Heiligsten Altarsakramentes. Pfarrer Bruckner trug als sichtbares Zeichen für den Glauben an die Gegenwart Christi die geweihte Hostie in der großen Monstranz durch die Straßen. Erstkommunionkinder, der Kirchenchor, viele Vereinsabordnungen mit Fahnen, Pfadfinder, Vertreter der Pfarrei und der politischen Gemeinde sowie Gläubige aller Altersstufen beteiligten sich an der Prozession.

Dabei waren auch die Pilger aus Witzlasreuth, die schon zeitig in der Frühe unmittelbar nach einem heftigen Gewitterregen zur traditionellen Fußwahlfahrt von Witzlasreuth nach Kulmain aufgebrochen waren und dabei auch eine Madonnenstatue mitgetragen haben.

Die erste Altarstation war von Familie Kotlar, die zweite von Familie Sollfrank und die dritte von Familie Kellner gestaltet worden. Bei der von Familie Bayer an ihrem Anwesen vorbereiteten vierten Altarstation nahm Pfarrer Bruckner die an der Prozession teilnehmenden Erstkommunionkinder mit an den Altar und sprach mit ihnen das Jesusgebet.

An den Altären waren schöne Blumen- beziehungsweise Grasteppiche gelegt worden. Viele der Anwohner des Prozessionsweges hatten ihre Anwesen festlich mit Birken und vereinzelt auch mit Fahnen geschmückt. Peter Erhard hatte den Dienst des Vorbeters und Vorsängers übernommen.

Die Feier des Fronleichnamsfestes als Hochfest des Leibes und Blutes Christi war einmal mehr ein Höhepunkt im Kirchenjahr. Pfarrer Bruckner bedankte sich bei allen Teilnehmern und allen an der Vorbereitung Beteiligten. Die Kulmainer Feuerwehr hatte wieder die Sicherung und Absperrung des Prozessionsweges übernommen. Im Laufe des Jahres wird der Pfarrgemeinderat die Wegstrecke für 2020 beraten und festlegen.

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