11.04.2019 - 15:19 Uhr
KulmainOberpfalz

Anbau für neues Fahrzeug

Zum zweiten Mal rückte die Feuerwehr Oberwappenöst mit starker Mannschaft zu einer Gemeinderatssitzung an. Im März ging es um ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug, am Dienstag stand der erforderliche Garagenstellplatz zur Diskussion.

Nach rechts hin wird das Gerätehaus der Oberwappenöster Feuerwehr mit einem Schleppdach erweitert. Die grüne Fläche, auf der die Bank steht, nimmt den Anbau auf.
von Bernhard KreuzerProfil

Bereits 2020 soll die Oberwappenöster Feuerwehr das Fahrzeug in Empfang nehmen. In der Gemeinderatssitzung im März hatte sich gezeigt, dass es im Gerätehaus keinen geeigneten Stellplatz dafür gibt. Kommandant Norbert Schlicht stellte deshalb am Dienstag dem Gremium die Planung für einen Anbau vor.

Nach den Unfallverhütungsvorschriften weist die Garage nur für ein Fahrzeug einen Stellplatz aus. Darin stehen jedoch bereits zwei, und damit ist es nach allen Seiten zu eng. Mit einem Anbau lässt sich das Problem lösen. Ein Carport, so wie es auch in Erwägung gezogen wurde, scheide aus, meinte Schlicht. Die Neuanschaffung wäre zu großen Witterungseinflüssen ausgesetzt und im Winter besonders der Kälte.

Die Lösung bringe nur der Anbau eines Schleppdachs. Einen entsprechenden Planentwurf legte er vor. Problem war, dass die Vorgabe einer vier Meter hohen Garageneinfahrt nicht eingehalten werden kann. Nach Absprache mit der Regierung und mit Unterstützung von Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther wurde eine Ausnahmegenehmigung erreicht. Die Höhe darf auf 3,50 Meter abgesenkt werden.

Fast 71 Quadratmeter wird der Hallenanbau groß, den ein Durchbruch mit der Garage verbinden wird. Bei einer Vergabe an eine Firma würde die Maßnahme 126 300 Euro kosten. Dass die Gemeindekasse nur mit geschätzten 23 247 Euro belastet wird, liegt in erster Linie an den Eigenleistungen der Feuerwehr selbst. Nach der Berechnung der Feuerwehr fallen für Baumaterial 32 695, für Fliesen 4118, Strom und Heizung 2992, Baumaschinen 2200 und Planungskosten 800 Euro an. Für zwei Garagentore, auch das alte muss ausgetauscht werden, errechnete der Kommandant 6835 Euro und für Sonstiges 2482 Euro. Insgesamt summieren sich für Materialkosten 52 122 Euro. Abzüglich einer Förderung von 28 875 Euro verbleiben 23 247 Euro bei der Gemeinde. Die Arbeitsleistung erbringt die Feuerwehr selbst.

In ihrem Haushaltsplan 2019 hat die Gemeinde vorsorglichen einen Betrag von 52 000 Euro für die Erweiterung des Gerätehauses eingestellt. Die Finanzierung ist damit gesichert. Der Gemeinderat befürwortete einstimmig den Anbau auf der vorgelegten Kostenbasis. Er forderte die Wehr auf, bis 14. Mai einen beschlussfähigen Bauplan vorzulegen, damit die Förderanträge gestellt werden können. Ziel ist, die Gerätehauserweiterung baldmöglichst zu verwirklichen.

Informationen:

Gemeinderat macht Geld für Kanal und Kläranlage flüssig

Über Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung und der Entwicklung in der Gemeinde informierte Bürgermeister Günter Kopp:

Feuerwehren: Die Räte genehmigten die Anschaffung von acht Atemschutzgeräten inklusive Lungenautomaten zum Bruttopreis von 21 241 Euro. Für benötigte Ausrüstung, Bekleidung und Gerätschaften im Wert von 17 995 Euro erteilten sie ebenfalls ihre Zustimmung.

Grundschule: Die Elektroarbeiten für den Umbau und die Sanierung übernimmt die Firma Symto-Plan TGA-Engineerung aus Bayreuth zum Bruttopreis von 14 280 Euro.

Kanalisation/Kläranlage Oberwappenöst: Die Zustandserfassung und Schadensbewertung der Kanalisation erledigen die Zwick-Ingenieure aus Weiden für 9320 Euro. Den Auftrag zur Errichtung des Geräteschuppens für Gebläse und Belüftung der Kläranlage ging an die Firmen Dötterl, Pullenreuth, und Reichel, Tröstau. Der Auftragswert liegt bei 10 880 Euro.

Baupläne: Die Zustimmung gab es für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage, Flur-Nummer 85/3 und 4/1, in der Gemarkung Lenau, den Anbau einer Maschinenhalle an ein Gebäude, Flur-Nummer 2, in der Gemarkung Zinst, Ausbau des Dachgeschosses mit Schleppgauben, Balkonanbau und dem Neubau eines Doppel-Carports, Flur-Nummern 737 und 738, Gemarkung Oberwappenöst sowie ein Einfamilienhaus mit Doppel-Carport, Flur-Nummer 289, Gemarkung Oberwappenöst. Entsprochen hat das Gremium einem Antrag auf Befreiung von der Festsetzung für die Dacheindeckung eines Doppel-Carports im Baugebiet „Kulmain-West“.

Erfrischungsgeld Europawahl: Der Gemeinderat beschloss ein einheitliches, von der EU getragenes Erfrischungsgeld von 25 Euro. Auf eine Erhöhung um 10 Euro für Wahlvorsteher verzichtete er. Darüber hinausgehende Entschädigungen wurden verneint, da diese als freiwillige Leistungen nicht der Gemeinde erstattet werden.

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