Werden bei Polizeikontrollen illegal transportierte Tiere entdeckt, dann erhält Andreas Brucker oftmals einen Anruf vom Veterinärsamt. Der 63-jährige Tröstauer ist der Gefahrtierbeauftragte für Nordbayern der Reptilienauffangstation München und seit über 40 Jahren im Tierschutz aktiv. Er kümmert sich dann um die Unterbringung dieser Tiere in den unterschiedlichsten Tierheimen. Und wenn nötig, nimmt er auch welche bei sich zu Hause auf, ehe sie weitervermittelt werden können.
Ebenfalls hinters Lenkrad seines Transporters setzt sich Andreas Brucker, wenn er zu einem verletzt aufgefundenen Tier gerufen wird. Dann übernimmt er gegebenenfalls die medizinische Erstversorgung und bringt den oder die Patienten zum Tierarzt. Für die Kosten für diesen kommt er zudem auf, wenn es um die Kastration und Versorgung verwilderter sowie kranker Katzen geht. Um sie kümmert sich der ehemalige Speichersdorfer jede Nacht rund um Kulmain, Immenreuth und Haidenaab. Und all das ehrenamtlich, wobei er die anfallenden Ausgaben fast ausschließlich aus eigener Tasche bestreitet.
Doch um weiter Tieren aktiv helfen zu können, benötigt der Pensionär einen neuen Transporter. Sein bisheriges Fahrzeug erhält keinen TÜV mehr. Tragende Teile sind durchgerostet, eine Reparatur nicht mehr sinnvoll. Momentan behilft sich Andreas Brucker mit einem Leihwagen. Unter anderem wegen der Ausgaben für Futter, den Tierarzt und den Unterhalt seiner Ausstattung könne er keine Rücklagen für ein neues Auto bilden, erzählt der Beamte im Ruhestand.
Hilfe erhofft er sich nun von einer Crowdfunding-Aktion, die eine Bekannte des 63-Jährigen gestartet hat. Als Spendenziel sind 15.000 Euro angesetzt. "Damit krieg' ich was Vernünftiges", meint Andreas Brucker. Doch bis das Ziel erreicht ist, ist es noch ein langer Weg. Bislang sind lediglich etwas mehr als 500 Euro eingegangen. Ohne neues Fahrzeug werde es schwierig, befürchtet der gelernte Elektriker und frühere Zeitsoldat Einschränkungen bei seinem ehrenamtlichen Einsatz. "Tierschutz nur noch mit Telefon und Internet zu betreiben, das kann ich nicht."














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