19.07.2019 - 17:55 Uhr
KulmainOberpfalz

Antworten geben und Probleme lösen

Der scheidende Rückhalt der Volksparteien bereitet Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht sorgen. Wie er in beim CSU-Ortsverband Kulmain ausführte, müsste zumindest in der Oberpfalz eigentlich das Gegenteil der Fall sein.

Günter Kopp, Roland Grillmeier und Albert Rupprecht (von links) informieren die Anwesenden zur aktuellen Politik.
von Kurt ScharfProfil

Wirtschaftlich stehe diese in Bayern auf Platz eins, und die Arbeitslosigkeit sei so niedrig wie schon lange nicht mehr ("Bis 2025 fehlen uns 50 000 Fachkräfte"). Dennoch gewännen die rechtsextremen Populisten an Zuspruch. Die Welt habe sich dramatisch verändert. Strukturen brechen insbesondere bei den Volksparteien weg.

Die Region werde von der Staatsregierung weiterhin gut finanziell unterstützt, damit die Arbeitslosenzahlen weiter auf dem Niedrigstand bleiben. Rupprecht stellt besonders das Engagement der Jugend heraus. Bei der Europawahl sei schon zu spüren gewesen, dass die jüngere Generation Interesse an Europa habe. "Wenn wir die Sachthemen weiterhin angehen, Antworten geben und für Problemlösungen eintreten, dann erhalten wir auch wieder einen größeren Zuspruch", war sich Rupprecht sicher.

Ein sehr gutes Zeugnis stellte der Redner Bürgermeister Günter Kopp aus. Er sei bei jedem Thema bestens informiert und gehe seinen Weg. Kopp wolle gestalten und hole das Bestmögliche für seine Region heraus. Das zeige sich beim Thema Gleichstromtrasse Süd-Ost. Hier sei der Widerstand der Bürgerinitiative mit der Gemeinde von Anfang an vehement betrieben und eine Verlegung über Kulmainer Gebiet verhindert worden. Beim kommenden Süd-Ost-Link sah Rupprecht die Erdverkabelung von Leitungen als akzeptabel an, wenn sie unmittelbar an der A 93 erfolge. Hierfür habe aber Tennet noch keine Planungen vorgelegt.

Stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Roland Grillmeier dankte Georg Redl, der die Junge Union Kulmain wieder ins Leben gerufen habe. Mit Rupprecht, Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß, Christian Doleschal auf europäischer Ebene sowie den CSU-Bürgermeistern könne man viel für den Landkreis Tirschenreuth erreichen. Bezahlbare Wohnungen werde eine der künftigen Herausforderungen sein. Im Landkreis sei die Welt zumindest auf diesem Gebiet in Ordnung.

Nachdem die Steinwald-Allianz nun schon seit rund 5 Jahren Ökomodellregion sei, sei nun auch das Stiftland soweit, meinte der Vorsitzende der Stiftland-Allianz stolz. Hauptziel sei, Land- und Teichwirte bei den Herausforderungen zu begleiten und zu unterstützen, neue Vermarktungswege zu finden und die Menschen im Landkreis mitzunehmen.

In Bayern machte Grillmeier ein anderes Gespür für den ländlichen Raum aus. Mit Programmen wie der Leerstandsinitiative, dem Nordostbayernprogramm oder der Stabilisierungshilfe könne man Kommunen helfen, nicht nur die Finanzen in Ordnung zu bringen, sondern erheblich in die Gemeinde zu investieren.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.