30.01.2019 - 17:06 Uhr
KulmainOberpfalz

Aufjaulen wegen Energiekosten

Kameradschaft, Geselligkeit, gute Ausbildungsergebnisse und Leistungsnachweise - im Kulmainer Verein Deutscher Schäferhunde läuft fast alles so, wie es sein sollte. Wenn nur nicht die Probleme mit dem Vereinsheim wären.

Es gibt immer wieder Probleme mit der Energieversorgung des Vereinsheimes. Die vor rund drei Jahren gebaute Photovoltaikanlage musste bereits erneuert werden. Der Verein setzt im Zuge des Straßenneubaues vor allem auf den Anschluss ans Stromnetz.
von Arnold KochProfil

Rund 25 Mitglieder hörten ausführliche Rechenschaftsberichte des Vorstandes und einen Ausblick auf das angelaufene Vereinsjahr der Ortsgruppe des Vereins Deutscher Schäferhunde. Vorsitzender Stefan Winkler berichtete in der Jahreshauptversammlung zunächst von drei Austritten. Bei der Frühjahrsprüfung mit Richter Burkhart Köthe und Prüfungsleiterin Anja Börner aus Neudrossenfeld seien sieben Hunde am Start gewesen. Jugendleiterin Katrin Scherle habe den Sachkundenachweis abgelegt. Den Gesamtsieg und Vereinstitel holte sich Karolin Schmiedt mit ihrem Malinois "Olav vom Brunsbeker Land" mit 291 Punkten. Die Herbstprüfung entfiel.

Vereinsvertreter besuchten im Februar die Zucht- und die Jugendwartschulungen in Hausen. Für die ehrenamtlichen Hüttenwirte gab es als Dank ein Essen. Die Sommerwanderung führte zum Heim des Heimatvereins Altensteinreuth. Gut besucht war auch der Grillnachmittag. Eine Weihnachtsfeier im Gasthaus "Zur schönen Aussicht" in Ölbrunn beendete das Jahr.

In 2018 leistete sich der Verein eine verbesserte 220-Volt-Photovoltaikanlage zur Stromversorgung, nachdem immer wieder die Getränkekühlung ausfiel. Ein Austausch der Module steht 2019 noch an. Winkler dankte allen Hüttenwirten, Vorstandskollegen und Aktiven, den Frauen für das Putzen des Vereinsheims und für den Blumenschmuck, allen Helfern beim Sportbetrieb und bei Installationsarbeiten sowie der Gemeinde für den Winterdienst. Seinen Ausführungen waren das Protokoll von Schriftführer Eberhard Besold und eine Gedenkminute, besonders Lothar Karger und Hans Lang, vorausgegangen.

Kassier Eberhard Besold berichtete von einem Jahresminus, aber trotzdem gutem Kassenbestand. Hohe Energiekosten, unvorhergesehene Investitionen in die Stromversorgung und Kauf eines neuen Ofens sorgten für hohe Ausgaben. Das Vereinsheim musste wegen des sich in der Nachbarschaft eingenisteten Eichenprozessionsspinners rund zwei Wochen geschlossen bleiben. Zudem gab's Probleme mit der Getränkekühlung und dadurch Einnahmeminderungen. Die Revisoren Alfons Scherle und Max Eichner bescheinigten Besold einwandfreie Arbeit. Zum sportlichen Teil ergänzte der Vorsitzende, dass derzeit ausschließlich nur Auswärtige am Trainingsbetrieb teilnehmen. 2016 seien in der Ortsgruppe noch 14, 2017 nur mehr 9 Hunde von Mitgliedern gehalten worden.

Zum Delegierten bei der Jahreshauptversammlung des Hauptvereins am 17. Februar bestimmte die Versammlung Alfons Scherle. Bürgermeister Günter Kopp bestätigte dem Schäferhundeverein, ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens in der Gemeinde zu sein. Er berichtete, dass die Regierung der Oberpfalz Fördermittel für den Neubau der am Vereinsgelände vorbeiführenden Gemeindeverbindungsstraße Kulmain-Zinst bewilligt habe, die Ausschreibung der Bauarbeiten laufe. Die fast zwei Millionen Euro teure Straße werde 3,5 Meter breit. Sie erhalte beidseits ein ein Meter breites Bankett und Ausweichstellen für den Gegenverkehr. Das Vorhaben werde zu 90 Prozent gefördert und starte Ende März.

Zum möglichen Anschluss des Vereinsheimes an die Stromversorgung erklärte Kopp, dass ein neuer Kostenvoranschlag beim Netzbetreiber Eon angefordert worden sei und sich der Verein auf diese größere Investition einrichten sollte. Näheres werde mit den Verantwortlichen noch besprochen. Auch wies er darauf hin, dass die Gemeinde für alle Investitionsmaßnahmen des Vereins einen zehnprozentigen Zuschuss nach Kostennachweis gewähre.

Schriftführer und Kassier Eberhard Besold.
Vereinsheim mit vorbeiführender Gemeindeverbindungsstraße, die neu gebaut wird.
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