06.10.2019 - 15:26 Uhr
KulmainOberpfalz

"Brennende Garage" eine Herausforderung für Kulmainer Wehren

Als kurz nach Mittag die Funkmeldeempfänger und Sirenen der Feuerwehren Lenau, Oberwappenöst, Kulmain und Zinst ertönten, hieß es im Schlagwort: "Neugrünberg, Brand Garage!". Glücklicherweise war es nur eine Einsatzübung.

Drei Fahrzeuge, vier Wehren, eine Aufgabe: Für die Brandbekämpfung bei einer gemeinsamen Übung arbeiteten die Feuerwehren aus Kulmain, Lenau, Oberwappenöst und Zinst reibungslos zusammen.
von Externer BeitragProfil

Als kurz nach Mittag die Funkmeldeempfänger und Sirenen der Feuerwehren Lenau, Oberwappenöst, Kulmain und Zinst ertönten, hieß es im Schlagwort: "Neugrünberg, Brand Garage!". Glücklicherweise war es nur eine Einsatzübung im Zuge der Brandschutzwoche.

Die vier Feuerwehren auf dem Gemeindegebiet Kulmain arbeiten eng zusammen: Mindestens vier Mal im Jahr treffen sie sich mit der Verwaltung und dem Bürgermeister, um aktuelle und mittelfristige Themen zu besprechen. Einmal im Jahr steht eine sogenannte "Vier-Wehren-Übung" auf dem Programm, in der ein reelles Einsatzszenario simuliert wird. Heuer hatten die Lenauer Brandschützer die Planung übernommen. Der "Einsatz" führte zum einzigen Anwesen des Weilers Neugrünberg an der äußersten Gemeindegrenze zu Brand.

Die Aktiven aus Kulmain bauten gleichzeitig mit den Lenauer Kameraden einen Außenangriff auf. Gleichzeitig brachte die Feuerwehr Zinst in Grünberg an der Naab ihre Tragkraftspritze zum Ansaugen von Löschwasser in Stellung. Die Zinster Pumpe förderte es über einen Hügel zur Verstärkerpumpe der Wehr aus Oberwappenöst. Auf einem Flurweg verlegten Oberwappenöster und Kulmainer Kameraden - unter Zuhilfenahme des Kulmainer Schlauchanhängers - eine knapp einen Kilometer lange B-Schlauchleitung. Eine weitere Kulmainer Pumpe in der Senke vor dem Anwesen stellte schließlich eine reibungslose Löschwasserversorgung sicher.

Die Übung sollte zeigen, mit welchen Mitteln, welchem personellen Aufwand und in welcher Zeit eine solche Schlauchleitung aufgebaut und betrieben werden kann. Auch sollte festgestellt werden, ob im Rinnsal unterhalb des Anwesens auch eine Pumpe separat Löschwasser ansaugen könne.

Nach Übungsende steuerten sieben Brandschutzfahrzeuge das Gerätehaus der Feuerwehr Lenau in Ölbrunn zur Manöverkritik an. Neben Kaltgetränken standen warme Würste sowie Kaffee bereit. Kreisbrandmeister Peter Prechtl lobte die ausgesprochen schnelle Arbeit der Wehren. Er sei in der kurzen Zeit gar nicht dazu gekommen, an den vielen Schauplätzen seine Beobachtungen zu machen - konnte aber durchwegs einwandfreie Arbeit bescheinigen.

Kommandant und Einsatzleiter Christian Horn zollte den rund 40 Feuerwehrleuten seinen Dank für die geopferte Zeit und stellte die reibungslose Zusammenarbeit heraus. Die jährliche Übung aller vier Wehren fördere die Kameradschaft, den Zusammenhalt und die Freundschaft untereinander. Der Zugführer der Kulmainer Floriansjünger, zweiter Kommandant Daniel Scharf, schloss sich seinen Vorrednern an und dankte für die Planung der Übung.

Auf dem Rückweg erhielt die Feuerwehr Kulmain von Kreisbrandmeister Otto Braunreuther die Meldung einer nicht unerheblichen Ölspur am Friedhofsberg. So musste nach der Einsatzübung doch noch ein richtiger Einsatz abgearbeitet werden.

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