Nördlich der Staatsstraße 2177, zwischen der Einfahrt Oberwappenöst und der Naabtalkreuzung, ist beabsichtigt eine Wiese mit einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) zu bestücken. Sie liegt direkt an der Straße und grenzt an das Gemeindegebiet
Die Fläche ist eingekreist von Naturschutzflächen. Auf der nördlichen Seite der Bahnlinie verläuft die Grenze des Naturparks Fichtelgebirge und auf der westlichen die des Naturparks Steinwald. Die nach Nordosten abfallende Fläche wird zudem von einem Bachbiotop begrenzt, im Westen von einem Wald.
Große naturschutzrechtliche Bedenken brachte Bürgermeister Günter Kopp vor. Sein Stellvertreter Albert Sollfrank (CSU) sieht mit der Maßnahme einen traumhaften Naturbereich zerstört. Er stellte zudem fest, dass die Stromabgabe alleine über das Gemeindegebiet von Kulmain führen werde. "Hier wird eine Geldmaschine angeworfen, und alle anderen haben die Nachteile", urteilte er zu dem Vorhaben.
Hans-Gerd Reindl (SPD) mutmaßte, dass die Investoren noch keinen Blick auf die geographische Lage der geplanten Anlage geworfen hätten. Im Sommer werde diese nur zu einem Drittel von der Sonne beschienen und im Winter fange sie keinen Sonnenstrahl ein. Zudem gebe es dort viel Nebel. Sybille Bayer (SPD) stellte die Frage, warum die beiden Naturparkgrenzen nicht geschlossen wurden. Ihre Vermutung zu dem Vorhaben ist, dass die Investoren ihren "Reibach" machen wollten. Dabei fiel Kopps Blick auf die benachbarte PV-Anlage in Wernersreuth. Auch sie liege an der Gemeindegrenze. Die meiste Zeit sei sie bis zum Brand im Sommer stillgestanden und sei seitdem wieder nicht am Netz.
Nicht wieder gutzumachende Auswirkungen sah zudem Sollfrank auf den nahe gelegenen Steinbruch. Mit viel Aufwand wurde er vom Landesbund für Vogelschutz für die Vogelwelt umgestaltet. Die geplante Anlage könnte durch ihre Blendwirkungen alle Bemühungen zunichte machen, befürchtete Sollfrank.
Der Gemeinderat machte aber gleich im Vorfeld deutlich, sollte die PV-Anlage trotz aller Bedenken errichtet werden und die Stromableitung zu dem vorgesehenen Masten auf Gemeindegebiet erfolgen, so werde die Kommune keiner einmaligen Abfindung zustimmen, sondern auf einer jährlichen Abgabe bestehen. Ungeachtet dessen hofft man auf die Unterstützung aus dem Bereich des Naturschutzes, um die PV-Anlage auf exponierter Lage zu verhindern.
Das alte Einfamilienhaus mit Anbau neben dem alten Feuerwehrgerätehaus wird abgebrochen. Den Beschluss dazu faste der Gemeinderat in seiner nichtöffentlichen Sitzung im November. Den Zuschlag dafür erhielt die Firma Plannerer aus Pullenreuth zum Bruttopreis von 82 394 Euro. „Der Abriss geht nunmehr über die Bühne“, teilte Bürgermeister Günter Kopp am Dienstag mit.
In der nichtöffentlichen Novembersitzung stimmten die Räte außerdem einer Beteiligung der Gemeinde mit sieben Prozent an den Investitionskosten der Stadt Kemnath für die Errichtung von Flotation und Schlammausfaulung zur Biogas- und Energieerzeugung sowie der Erneuerung der EMSR-Technologie (Mess- Steuerungs- und Regelungstechnik) in der Kläranlage Kemnath zu.
Für den Rathausbetrieb wurden Fax/Drucker, Kopierer und Scanner mit einer Grundlaufzeit von 80 Monaten geleast. Der Ankauf weiterer Büromöbel und Ausstattungsgegenstände von der Firma Mühlmann, Altenstadt, im Wert von 6473 Euro wurde genehmigt. Ein großes Multifunktionsgerät erhalten Schule und Kindergarten mit einer Mietdauer von 72 Monaten als Ersatz für die Altgeräte.
Für die Bauleistungen in Babilon erhielt die Firma Schulz aus Pfreimd den Zuschlag. Ihr Angebot lag bei 2790 Euro. Zustimmung fand der Kauf eines Rollcontainers in Gitterboxausführung mit Kunststoffwanne für das TSF-Logistik-Fahrzeug der Feuerwehr Zinst. Der Bruttopreis liegt bei 2439 Euro, abzüglich der vereinbarten Eigenleistung. Befürwortet hat das Gremium zudem den Kauf von Ausgleichsflächen.
Wie Bürgermeister Kopp mitteilte, erstellt der CSU-Ortsverband den Veranstaltungskalender 2019. Er lud weiter zum Neujahrsempfang am 5. Januar um 19.30 Uhr in den Martinssaal ein.














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