Nach der von Pfarrvikar Justin Kishimbe zelebrierten Vorabendmesse versammelten sich Bürger, Vereins- und Fahnenabordnungen vor dem Kriegerdenkmal. Der Sängerbund unter Leitung von Andrea Krauß gestaltete gesanglich den Gottesdienst und eröffnete die Gedenkfeier mit "Wenn Christus der Herr zum Menschen sich neigt".
"Der Volkstrauertag ist eine Mahnung und Aufforderung alles zu tun, um den Frieden zu bewahren. Beten wir dafür, dass uns der Herr zu dessen Zeugen macht", erklärte Kishimbe. Er rief dazu auf den Opfern von Gewalt, Krieg, Terror und menschenverachtenden Hassideologien zu gedenken und für ein friedliches Miteinander zu beten.
"Es ist wichtig die Erinnerung an die Vergangenheit nicht zu verlieren, um die richtigen Schlüsse für einen dauerhaften Frieden zu ziehen", verdeutlichte Bürgermeister Günter Kopp. Die Gefallenen und Vermissten erinnerten an die von Krieg und Tod geprägte Zeit. Kopp zeichnete den Weg von der Weimarer Republik bis zum Drittes Reich mit vielen Millionen Toten. Das Streben nach Macht, falscher Ehrgeiz, Missgunst, Größenwahn und Hass seien die Auslöser dieser weltumfassenden Katastrophe gewesen.
"Das Störfeuer aus der rechten Szene schürt Hass und verwerfliche Stimmung gegenüber Minderheiten." Mit Vernunft und demokratischem Handeln müsse diesem Streben der Nährboden entzogen werden. Er forderte dazu auf, nicht aufzuhören gegen Ideologien und für den Frieden kämpfen, der seit 75 Jahren den Bürgern geschenkt wurde. Doch zahlreiche Konfliktherde in Afrika und Nahost seien ein andauerndes Pulverfass. Kopps Kernbotschaft war, sich gegen Rechtsradikalismus, Fremden- sowie Rassenhass zu wehren und die Demokratie zu stärken, um den Frieden zu erhalten.
Nach dem Niederlegen eines Kranzes am von einer Ehrenwache der Krieger- und Soldaten- mit Reservistenkameradschaft flankierten Kriegerdenkmal beteten die Teilnehmer für die Opfer von Krieg und Gewalt. Für die Gestaltung und Teilnahme an der Gedenkfeier dankte Kopp abschließend den Vereinen, Fahnenabordnungen, Bürgern, dem Ortsgeistlichen sowie dem Sängerbund.














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