Kulmain
26.09.2019 - 13:48 Uhr

Erfolgreich nachverhandelt

"Nicht nachgeben zwingt alles." Nach diesem Motto verhandelte die Gemeinde Kulmain über höhere Zuschüsse für das Bürgerhaus und die Turnhalle. Ihre Hartnäckigkeit zahlt sich aus - wortwörtlich.

Nach schwierigen Planungen, Vorbereitungen und zähen Ringen mit dem Architekten, den Behörden und den ausführenden Firmen ist es mittlerweile gelungen, ein Paket zu schnüren, dass den Bedürfnissen und Anforderungen einer umfassenden Modernisierung gerecht wird. Wie die Gemeinde Kulmain mitteilt, wird sie in drei verschiedenen Programmen berücksichtigt, die auf das Bürgerhaus und die Turnhalle abzustimmen sind.

Zusätzlich halbe Million

Nachdem sich bei der Planung einige zusätzliche Veränderungen ergeben haben, bedurfte es stellenweiser Ergänzungen, um die gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen zu erfüllen. In mehreren Gesprächen mit der Regierung konnte die Kommune weitere Zuschüsse erzielen, heißt es aus dem Rathaus. Die Generalsanierung der Turnhalle sei mit ursprünglich 1 004 000 Euro förderfähigen Kosten angesetzt gewesen, die hätten sich nun auf maximal 1 682 000 Euro erhöht. Davon werden aller Voraussicht nach 80 Prozent an Zuschüssen gewährt, was 1 345 600 Euro statt bislang 803 200 Euro bedeute.

Der städtebauliche Innenausbau mit den Freianlagen des Bürgerhauses war am Anfang in den Überlegungen nicht enthalten. Der Gemeinderat kam dann jedoch zu der Überzeugung, den Innenbereich mit Außenanlagen unbedingt in die Sanierung mit einzubeziehen. Ein spezielles Förderprogramm gab es allerdings nicht, laut Pressemitteilung aber habe die Regierung "uns hervorragend unterstützt und die beantragten Mittel in Aussicht gestellt". Der zunächst kalkulierte finanzielle Bedarf dafür habe sich von 578 000 Euro, der sich dann auf 1 140 000 erhöht und endgültig 1 440 000 Euro erreicht habe. Somit belaufe sich die tatsächliche Bezuschussung auf 1 152 000 Euro.

Über das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) hatte sich die Gemeinde bereits vor etwa 3 Jahren die energetische Sanierung des Bürgerhauses zugesichert. Hier geht es um die Verbesserung der Außenfassade, den Austausch der Fenster, die Dachkonstruktion und die Heizungsanlage. Dafür gibt es 90 Prozent der anerkannten Kosten von 652 000 Euro, was 587 000 Euro entspricht.

Start Anfang Oktober

Die ganze Sanierung beläuft sich auf Gesamtaufwendungen von 3 932 073 Euro. Mit einer Bezuschussung von 3 083 800 Euro ist zu kalkulieren, so dass die Kommune ein Eigenanteil von 848 273 in den nächsten beiden Jahren zu leisten hat. Die Baumaßnahme beginnt Anfang Oktober mit den Abbruch-, Rohbau-, Baumeister- und Erdarbeiten. Sie wird voraussichtlich ein bis zwei Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen. Die energetische Sanierung muss jedoch zum Ende des Jahres 2020 abgeschlossen sein. Während der Übergangszeit wird bei Veranstaltungen nach Antrag und Genehmigung auf kirchliche Räumlichkeiten sowie das Feuerwehrhaus Kulmain ausgewichen.

 
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