Kulmain
16.11.2018 - 17:12 Uhr

Fassadenprogramm aufziehen

Die Kulmainer Gemeinderäte stellen die Weichen für die Weiterentwicklung der Kommune, indem sie über zu stellende Zuschussanträge abstimmen. Aus verschiedenen Fördertöpfen kann so wieder viel Geld in den Haushalt fließen.

Die Gemeindeverbindungsstraße von Zinst nach Kulmain soll im kommenden Jahr ausgebaut werden. Dabei erhalten die Kurven größere Radien. Bild: bkr
Die Gemeindeverbindungsstraße von Zinst nach Kulmain soll im kommenden Jahr ausgebaut werden. Dabei erhalten die Kurven größere Radien.

Aus dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz erwartet die Gemeinde einen Zuschuss von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Kulmain nach Zinst. Von den veranschlagten Kosten von 1 967 000 Euro fallen 186 000 Euro nicht unter die Förderung. Bis zum ersten April 2019 hat die Gemeinde Zeit, der Regierung mitzuteilen, ob diese Maßnahme tatsächlich nächstes Jahr angegangen wird und entsprechende Mittel im Haushalt eingeplant wurden.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig den Straßenausbau in 2019 aus. Die dafür erforderlichen Mittel sind teilweise schon in diesem Jahr im Haushalt berücksichtigt worden, die restlichen sind für kommendes eingeplant.

Nur noch bis zum 1. Dezember kann die Gemeinde ihren Bedarf aus dem Städtebauförderprogramm bei der Regierung anmelden. Für das Daddy-Haus, die Rathaussanierung und das Alte Feuerwehrgerätehaus sei dieser Schritt nicht mehr erforderlich, betonte dazu Bürgermeister Günter Kopp. Die Fördergelder seien bereits vollständig bewilligt. Was bleiben, sind der Speckermühlplatz sowie die Turnhalle und das Bürgerhaus. Für den Platz wird ein Bedarf von 100 000 Euro jeweils für 2019 und 2020 sowie von 200 000 Euro für 2021, insgesamt 400 000 Euro, für die Gesamtmaßnahme angemeldet.

Die Anmeldung ist laut Kopp jedoch noch nicht bindend. Die Bürger werden nochmals zu einer Diskussionsrunde über die Gestaltung des Speckermühlplatzes eingeladen, kündigte er an.

Die weiteren finanziellen Planungen für das Bürgerhaus mit Freianlage erläuterte Corinna Reinhart vom Bauamt. Demnach wurden vergangenes Jahr 578 000 Euro für die Freianlage des Bürgerhauses beantragt. 560 000 Euro förderfähiger Kosten sind bereits bewilligt. Allerdings, so schränkte sie ein, habe sich die Planung zwischenzeitlich geändert. Die aktualisierte Fassung samt Kostenaufstellung müsse das Planungsbüro noch vorlegen.

Ungeachtet dessen beabsichtigt die Gemeinde ein Fassadenprogramm in die Wege zu leiten, damit auch Privatpersonen in den Genuss von Zuschüssen für die Sanierung ihrer Anwesen kommen. Ein Bedarf von 100 000 Euro wird für diesen Zweck angemeldet. Das Gremium stimmte den geplanten Bedarfsmitteilungen zu.

Nach dem Finanzausgleichsgesetz soll die Schulturnhalle eine Generalsanierung erfahren. Der Gemeinderat befürwortete die Stellung eines Weiterfinanzierungsantrags. Ausgegangen wird von einem Kostenhöchstwert von 1 757 000 Euro, was einer Förderung von 1 405 600 Euro in Aussicht stellt.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.