16.04.2019 - 14:43 Uhr
KulmainOberpfalz

Zu fünft ein Dinkelbier geteilt

Körperlich und spirituell ist das Heilfasten ein vielfältiges Erlebnis in der Gemeinschaft Gleichgesinnter. Das erfahren 28 Teilnehmer.

Die Teilnehmer des Heilfastens mit Gerda Ogermann ((Fünfte von rechts, stehend) und Johanna Eisner (Zweite von rechts, stehend).
von Arnold KochProfil

"Fasten bedeutet nicht nur den Körper entgiften und abnehmen, sondern die aus dem christlichen Gedankengut gewachsene Zeit der Askese in der Fastenzeit miterleben." Unter diesem Leitsatz Hildegard von Bingens setzte der Katholische Frauenbund das Heilfasten in die Tat um. 26 Frauen und 2 Männer waren vom körperlichen und spirituellen Erfolg in der erlebten Gemeinschaft begeistert.

"Fasten heißt, auf all das zu verzichten, was man nicht unbedingt für die Ernährung braucht", war die oberste Prämisse. Als Lehrerin fungierte Gerda Ogermann, die den Teilnehmern nach der Lehre der Heiligen Hildegard fünf Tage lang Anleitungen zum geistigen und körperlichen Erleben der Fastenzeit mit auf den Weg gab. Johanna Eisner unterstützte sie mit ergänzenden Tipps zum Wohlfühlen. Die Teilnehmer trafen sich an fünf Nachmittagen für rund eineinhalb Stunden zur einmaligen Sättigung. Es gab eine mit Gemüse und Dinkelgrieß verfeinerte Fastenbrühe. Bei großem Hunger konnte jeder tagsüber ein Stück Dinkelbrot oder heißen, naturtrüben Apfelsaft zu sich nehmen. Jeden Tag stärkten ein Schnapsgläschen Herzwein, Galgant- und Maronenhonig den Kreislauf und Magen. Ein Stück Dinkelbrot wurde jedem als eiserne Reserve an die Hand gegeben. Wichtig war, dass mindestens drei Liter Flüssigkeit, vorwiegend Schlüsselblumen-Tee, getrunken wurden. Kalte Getränke waren zu vermeiden.

An den letzten beiden Fastentagen genehmigten sich die Teilnehmer zu fünft je eine Flasche Dinkelbier. Begleitet wurde das gemeinsame Essen mit guten Ratschlägen für das körperliche Wohlbefinden, insbesondere durch Fußbäder und Leberwickel. Am letzten Tag gab es Bratäpfel als Einstieg in die normale Ernährung. Die fünftägige Aufbauphase beginnt mit Habermus, Dinkel- und Haferprodukten. Johanna Eisner erklärte, dass man beim Fastenbrechen alles Gekochte zu sich nehmen kann und auf alles Gebratene verzichten sollte. Aber nicht nur der Ernährungsteil, sondern auch der Erfahrungsaustausch war für die Gruppe wertvoll. Allgemeines Wohlbefinden bestätigten alle Teilnehmer am Ende, viele wollen auch nächstes Jahr dabei sein.

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