16.10.2020 - 12:27 Uhr
KulmainOberpfalz

Für Bauwillige in Kulmain Zeichen setzen

Auf der Tagesordnung des Gemeinderats Kulmain standen die Änderungen der Baugebiete "Am Erlbach" und "Kulmain Nord" sowie des Flächennutzungsplanes. Verändert hat sich auch die Zusammensetzung des Gremiums.

Bürgermeister Günter Kopp (rechts) nahm dem neuen Gremiumsmitglied Wolfgang Lorenz den Eid ab.
von Bernhard KreuzerProfil

Das Verfahren zur dritten Änderung des Bebauungsplans "Am Erlbach" ist abgeschlossen. Nach der erneuten Auslegung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ergaben sich keine Änderungen oder Ergänzungen, hieß es am Mittwoch im Gemeinderat. Die Änderung kann nunmehr durch Veröffentlichung und Bekanntmachung in Kraft gesetzt werden.

Das Baugebiet "Am Erlbach" wird als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Festgelegt wurde die Zahl der Vollgeschoße, wobei die talseitige Wandhöhe von Wohnhäusern maximal 6,5 Meter betragen darf. Einzel- und Doppelhäuser sind zulässig, Hausgruppen dagegen nicht. Für die Dacheindeckung sind die Farbtöne Hellgrau, Rot, Braun und Anthrazit in nicht glänzender Ausführung, wie edel-engobierte Ziegel, zulässig.

Anlagen bis zu 15 Quadratmeter

Geregelt ist auch die Gewinnung von Solarenergie. Freistehende Anlagen dürfen bis zu einer Fläche von 20 Quadratmetern errichtet werden. Weiter festgesetzt sind die Größe und Dachneigungen von Carports, Nebengebäuden und untergeordneten Bauteilen mit maximal 15 Quadratmetern. Für Mauern an den Grundstücksgrenzen darf eine Ansichtshöhe von 0,75 Metern nicht überschritten werden.

Vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde auch, das Verfahren für die Änderung des Bebauungsplans "Kulmain Nord" weiter auf den Weg zu bringen. Ziel ist es hier, das Baugebiet den aktuellen Gegebenheiten anzupassen und mehr Bauflächen zu schaffen. Parzellen mit 600 bis 800 Quadratmeter sind die Regel, größere bis 1200 Quadratmeter die Ausnahme.

Neben den beschlossenen Änderungen in der Sitzung des Vormonats wurde nach den einführenden Worten von Bürgermeister Günter Kopp eine vom Landratsamt vorgelegte Pflanzenliste eingearbeitet. SPD-Fraktionssprecherin Sybille Bayer stellte hier die Frage, wer die Bepflanzung und die vorgegebenen Mauerhöhen überprüft.

Keine weitere Verzögerung

Für CSU-Fraktionssprecher Albert Sollfrank war es in der Diskussion wichtig, für Bauwillige ein Zeichen zu setzen, dass wirklich etwas vorangehe. Eine weitere Verzögerung bis zur nächsten Gemeinderatssitzung sollte vermieten werden. Die Verwaltung wurde nach zahlreichen Wortbeiträgen beauftragt, den nächsten Schritt einzuleiten.

Dies wurde für die siebte Änderung des Flächennutzungsplans nicht beschlossen. Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss wurde verschoben. Betroffen davon sind das neu geplante Gewerbegebiet im Bereich des Friedhofs und am Schirnitzbachs sowie die Rücknahme des Gewerbegebiets an der Lenauer Straße. Zur Begründung führte Bürgermeister Günter Kopp aus, dass noch Informationen fehlten und die Zeit nicht wirklich dränge.

Wolfgang Lorenz beim Amtseid.
Hintergrund:

Wolfgang Lorenz rückt für Hans-Gerd Reindl nach

Altbürgermeister Hans-Gerd Reindl schied auf eigenen Antrag aus dem Gemeinderat aus. Sein schriftliches Austrittsgesuch hat das Gremium in seiner nichtöffentlichen Sitzung im September entgegengenommen. Für den SPD-Kommunalpolitiker rückte nun Verkaufsingenieur Wolfgang Lorenz nach. Bürgermeister Günter Kopp vereidigte ihn. Nachdem Lorenz Treue gegenüber dem Grundgesetz und der Verfassung Bayerns geschworen hatte, wurde er mit viel Beifall im kommunalen Parlament aufgenommen.

Mit der personellen Veränderung waren gleichzeitig die Sitze der Sozialdemokraten in den Ausschüssen neu zu besetzen. So vertritt Wolfgang Lorenz Fraktionssprecherin Sybille Bayer künftig als Stellvertreter in den Ausschüssen für Bau- und Umwelt, Haupt- und Finanzausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss.

Sechs Wochen dauerten die Arbeiten an den Bremenbach-Brücken

Kulmain
Info:

Gemeinderatssplitter

Eine erfreuliche Nachricht für die Grundstücksbesitzer in Witzlasreuth brachte Bürgermeister Günter Kopp mit zur Gemeinderatssitzung. Das Wasserwirtschaftsamt Weiden hat am 28. September den Bewilligungsbescheid für die Sanierung der dortigen Kläranlage zugesandt. 458 117 Euro beträgt der Zuschuss. „Die Witzlasreuther müssen nicht mehr bezahlen.“

  • Brücken über den Bremenbach: Die Bauunternehmen Markgraf und Alois König haben die beiden Bauwerke fertiggestellt, informierte Günter Kopp beim im Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben“. Zu der demnächst stattfindenden Abnahme werden alle Beteiligten eingeladen. Noch ein paar Kleinigkeiten sind zu erledigen. Genutzt werden können sie trotzdem schon. „Die Brücken sind abgerechnet und bezahlt“, teilte Zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank mit. Der Verwendungsnachweis sei fristgerecht an die Steinwald-Allianz weitergeleitet worden. Noch fehlten ist eine Beschilderung und Widmung, damit sie von motorisierten Verkehrsteilnehmern nicht genutzt werden dürfen.
  • Heckenpflegeprogramm: Sowohl gemeindliche wie auch private und landwirtschaftliche Heckenbereiche können beim Landschaftspflegeverband bis 30. Juni 2021 angemeldet werden. Voraussetzung ist ein Pflegekonzept. Zuschüsse werden gewährt.
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