Erstmals bestellt der Gemeinderat Kulmain einen Ehrenamtsbeauftragten für die Gemeinde. Bürgermeister Marco Pscherer schlug für diese Aufgabe den 29-jährigen Mechatroniker Markus Zehrer vor, der in den nächsten Tagen den Bund für Leben eingeht. Eine Aufgabe ging Zehrer bereits an. Er begann damit, das Vereinsverzeichnis der Gemeinde zu überarbeiten. Ohne Umwege über die Gemeindeverwaltung will er künftig die Informationen aus dem Landratsamt an die Vereine verteilen. Gleichzeitig ist er Ansprechpartner zur Klärung von Problemen oder Wünschen. „Ich wünsche viel Erfolg für das, was auf dich zukommt“, sagte der Rathauschef.
Bürgerfest auf 2027 verlegt
Das für dieses Jahr am zweiten Juli-Wochenende geplante Bürgerfest verlegte der Gemeinderat in das kommende Jahr. Es soll gleichzeitig der Probelauf für die 800-Jahr-Feier von Kulmain 2028, hieß es. Der Gemeinderat bestellte Bürgermeister Pscherer zum Verbandsrat des Zweckverbandes „Landkreis-Service-Center“ (LSC). Gleichzeitig wurde die Aufgabe des Daten-schutzbeauftragten an Matthias Weiß vom Zweckverband LSC übertragen. Zum örtlichen Datenschutzkoordinator wurde bis auf Widerruf Verwaltungsleiter Christopher Östreicher bestellt.
2011 verpflichtete sich die Gemeinde notariell, zusätzliche finanzielle Leistungen in Höhe von derzeit 7,292 Prozent für das jährliche Betriebskostendefizit und den Kapitaldienst des Naturerlebnisbades zu übernehmen. Rund 22.000 Euro sind dies jährlich. Einen entsprechenden Verlustübernahmevertrag mit interner Patronatserklärung gegenüber dem Naturerlebnisbad im Kemnather Land segnete der Gemeinderat ab. Bei den Betriebskosten erwartet Bürgermeister Pscherer aufgrund von Einsparungen künftig geringere Aufwendungen.
Der Strom-Konzessionsvertrag zwischen der Gemeinde und der Bayernwerk Netz GmbH endet im September kommenden Jahres. Im Zuge einer öffentlichen Bekanntmachung im Bundesanzeiger gingen nach den Worten von Bürgermeister Marco Pscherer zwei Interessensbekudungen ein. Dies erfordert, einen Kriterienkatalog zu erstellten, um die Angebote vergleichen zu können. Viel Zeit und Geld wird dies der Gemeinde kosten. Ausgaben von rund 15.000 Euro stehen dabei im Raum.
Wasser in den Bächen lassen
Der Bürgermeister informierte über die Nachtragsvereinbarung mit der Elektro Lautenbacher GmbH zur Erweiterung der bestehenden Blitzschutzanlage und der Änderung des Fabrikats der Leuchten beim Um- und Erweiterungsbau des Kinderhauses Mobile. Den Auftrag für die Installation der Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Elektroniktechnik für den Neubau des Hochbehälters erhielt die WWU Umwelttechnik GmbH aus Ebnath. Mit dem Neubau soll in zwei Wochen begonnen werden.
Zwei Antworten sollen auf Anfragen der Gemeinderäte Martin Nickl und Bianca Greger bei der Sitzung im Juli gegeben werden. Die erste Anfrage zielte auf die Überarbeitung des Brandschutzkonzepts für das Bürgerhaus, um für größere Veranstaltungen nicht ständig eine Ausnahmegenehmigung beantragen zu müssen. Dazu führte Bürgermeister Pscherer aus, bereits mit dem Brandschutzsachverständigen Markus König in Kontakt zu sein. „Wir haben einen riesigen Raum und können das Potential nicht ausnutzen“, so Pscherer.
Die zweite Anregung zielte auf die zeitliche Einschränkung der Turnhalle an Sonntagen. Nur zwei Stunden darf sie nach der Hausordnung genutzt werden. Diese Regelung sollte den Bedürfnissen angepasst werden, forderte Bianca Greger. Sybille Bayer regte angesichts der Niederschlagssituation an, in der nächsten Ausgabe des Heimatboten auf das Verbot der Wasserentnahme aus Bachläufen mittels Pumpen hinzuweisen. Eine Entnahme mit Eimern und Gießkannen bleibt davon unberührt.













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