Kulmain
07.10.2018 - 12:01 Uhr

Glaube und Mensch eine Einheit

Glaube hat etwas Frohmachendes, Befreiendes. Er muss aber wie das eigene Leben gepflegt werden

Der Pressather Stadtpfarrer Edmund Prechtl präsentierte interessante Ansichten zum Thema "Glaube". Bild: ak
Der Pressather Stadtpfarrer Edmund Prechtl präsentierte interessante Ansichten zum Thema "Glaube".

Kulmain. (ak) „Glaube und Leben –Zwei Welten die zusammengehören“, war das Thema eines Vortragsabends bei der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB). Als Referenten begrüßte Vorsitzender Josef Hofmann den Pressather Stadtpfarrer Edmund Prechtl. Ein besonderer Gruß galt Ortspfarrer Markus Bruckner sowie rund 30 Zuhörern. „Wie geht es mir mit Glauben und Gott, mit den Erfahrungen zur Kirche?“, fragte Prechtl. Er bestätigte, dass es heute schwierig ist den Glauben in der Öffentlichkeit zu zeigen und mit aller Konsequenz zu vertreten. Er zeigte auf das KAB-Wahrzeichen Kreuz mit Hammer. Es bedeutet, dass Glaube und Mensch eine Einheit bilden. Einfacher ist dies in der Familie zu bestätigen, schwieriger wird es in Arbeit und Beruf, Politik und offener Gesellschaft. Glaube zeigt sich in der Kirchengemeinschaft, dem Gebet und dem gemeinsamen Gottesdienst.

Zum Thema Ruhestand verdeutlichte der Referent, dass sich der Spruch „D`Arbeit fehlt niat, aber d`Leit“, sehr oft bewahrheitet. Dieser Umbruch kann auch durch Zuwendung zum Glauben kompensiert werden. Vieles ist in der Gesellschaft im Umbruch. Glücklicherweise hat sich dieser auf dem Land noch nicht anonymisiert. „Kirche sind wir alle. Wir müssen diese Aufgabe annehmen und den Bezug zwischen Glaube und Leben herstellen“, verdeutlichte er. Der Mensch, Gott und Glaube begegnen sich im Alltag. Das Leben ist ein steter Lernprozess. Man sollte sich Fragen stellen wie: Wieviel Zeit investiere ich in meinen Glauben? Speise ich Gott mit dem Rest meiner Freizeit ab?

Zur Festigung des Glaubens gehört sich auch darüber auf breiter Basis zu informieren und mit den Konfliktfeldern auseinanderzusetzen. „Wir müssen als Christen im Leben stehen, Christus ins Leben tragen. Gelebte Beispiele stecken an. Auch da kommt es auf mich an“, forderte Prechtl.

Glaube bedeutet: Sein Herz für Gott und den Nächsten geben, will uns froh machen, ich darf glauben. Gott gibt den Menschen Angebote und keine Gebote. Dies zeugt von seinem innigen Liebesverhältnis zu den Menschen. Prechtl forderte dazu auf den eigenen Glauben durch folgendes wachsen zu lassen: Zeit für Gebete auch im Alltag nehmen, Gott danken, Eucharistie in der Gemeinschaft feiern und die Heilige Schrift lesen, um dessen Funken ins eigene Leben zu übertragen. Auch die Mitfeier des Kirchenjahres, der Dienst am Nächsten und die Suche nach dem eigenen Glaubensprofil gehören dazu. In gemütlicher Runde und reger Diskussion ließ man den Abend ausklingen.

 
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