11.12.2019 - 12:16 Uhr
KulmainOberpfalz

Glücksfall für die Kommune

Seniorenbeauftragte Hildegard Schroll legte dem Kulmainer Gemeinderat ihren Rechenschaftsbericht vor. Für ihre Arbeit erhielt sie vom Gremium am Dienstag ein ganz dickes Lob.

Hildegard Schroll opfert ihre Freizeit für die Senioren der Gemeinde und setzt dabei ihr eigenes Geld ein. Für die Kommune sei sie ein Glücksfall, sagt der Gemeinderat.
von Bernhard KreuzerProfil

"Sie ist ein äußerst glücklicher Fall für die Gemeinde, so eine engagierte Seniorenbeauftragte zu haben", fasste am Ende CSU-Fraktionsvorsitzender Albert Sollfrank für alle Räte zusammen. Vor allem auch deshalb, weil Schroll privates Geld in ihre Tätigkeit steckt. Den Rechenschaftsbericht ergänzte Bürgermeister Günter Kopp mit dem Hinweis auf die monatlichen Hutza-Nachmittage, vielen Geburtstags- und Krankenbesuche, Fahrten ins Seniorenheim sowie Einkaufsfahrten von Schroll für die älteren Bürger. Mit ihrer Arbeit unterstütze sie das Bestreben der Gemeinde, alles seniorengerecht zu gestalten.

Eines ihrer Anliegen ist es auch, Wissen zu übermitteln, um damit betroffenen Menschen helfen oder praktische Ratschläge geben zu können. Dabei erinnerte sie an das Seminar über den Antragsweg zur Schwerbehinderung und den daraus resultierenden Vergünstigungen. Ein weiteres Thema war "Was mache ich, wenn ich in einen Unfall verwickelt werde und Gefahr in Verzug ist". Schroll verwies auch auf ihre Teilnahme am Expertengespräch beim Landratsamt Tirschenreuth über die Fortschreibung des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts.

Das Medizinische Versorgungszentrum und Ärztehaus in Tirschenreuth wurde besucht und ein Expertengespräch in Sibyllenbad mit Leiter Gerhard Geiger geführt. In Fuchsmühl stand das Thema Medikamente im Alter und Kneippanwendungen auf dem Programm, das Senioren-Service-Haus in Neusorg wurde mit Staatssekretärin Caroline Trautner vorgestellt. Auch nahm Schroll am Ehrenamtsempfang mit Ilse Aigner in Kemnath teil.

Mit 20 Teilnehmern fuhr sie zum Seniorenfasching nach Kemnath, 35 waren es bei der Maiandacht in der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Hohenthan und 25 beim Besuch des Wiesenfestes in Kemnath. Weitere Stationen waren der Zoo und der botanische Garten in Hof sowie die Palliativeinrichtung in Weiden.

Am heutigen Donnerstag ist Hildegard Schroll im Erbendorfer Rathaus. Media4Care und die kommunale Wohnberatung weisen in den praktischen Umgang mit Automaten ein und stellen das Senioren-Tablet vor. Dabei hilft auch das beim Computerkurs in Immenreuth erworbene Wissen.

Aus dem Gemeinderat:

Bahn stellt Elektrifizierungs-Pläne vor

Für die Wahlhelfer bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 setzte der Gemeinderat das Erfrischungsgeld fest. Es beträgt für den Wahltag und den für die Auszählung des Kreistages folgenden Montag 40 Euro. Bei einer Stichwahl gibt es pro Tag 20 Euro.

Bürgermeister Günter Kopp kündigte die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahr für 14. Januar an. Viele Zuhörer werden dazu erwartet, wenn die Deutsche Bahn ihre Planungen zur Elektrifizierung der Strecke zwischen Immenreuth und Neusorg vorstellt. Im Mittelpunkt stehen dabei der Armannsbergtunnel und eine mögliche Untertunnelung des Schwarzbergs.

Das Gemeindeoberhaupt dankte allen Gemeinderäten, Mitarbeitern der Gemeinde und Bürgern für ihren Einsatz. Im Gremium seien 2019 insgesamt 301 Punkte abgearbeitet worden. Die Arbeit werde nicht ausgehen, betonte Kopp.

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