Kulmain
17.11.2019 - 16:12 Uhr

Keine allzu lange Wunschliste

Die Bürgerversammlung in Kulmain bleibt ohne Zündstoff. Eine Thema ist die Ausweisung von Bauplätzen. Doch hier ist man abhängig von der Verkaufsbereitschaft der Eigentümer.

Kleine Probleme bewegten bei der Bürgerversammlung die Kulmainer. Ein Grund, im Rathaus wird gut gearbeitet.
Im Hintergrund Bürgermeister Günter Kopp (stehend). Ausführlich berichtete er aus dem Rathaus. Bild: bkr
Kleine Probleme bewegten bei der Bürgerversammlung die Kulmainer. Ein Grund, im Rathaus wird gut gearbeitet. Im Hintergrund Bürgermeister Günter Kopp (stehend). Ausführlich berichtete er aus dem Rathaus.

Zur zweiten von vier Bürgerversammlungen kamen 17 zufriedene Bewohner und vier Gemeinderäte. Bürgermeister Günter Kopp gab im Feuerwehrgerätehaus einen umfassenden Rechenschaftsbericht. Der Rathauschef stellte die Kommunalpolitik als spannendes Thema vor - von den Pflichtaufgaben bis zu den freiwilligen Leistungen. Darin enthalten waren die Begründungen der Entscheidungen und die langen Wege der Finanzierungen. Kopp dankte den Bürgern für ihr umsichtiges Verhalten bei den Beeinträchtigungen bei den Straßenausbauarbeiten. Dem Naturschutz wurde bei der Pflege des Begleitgrüns entlang der Straßen Aufmerksamkeit geschenkt, was an einzelnen Stellen auch auf Widerspruch stieß.

Ein Thema, an dem die Gemeinde nicht vorbeikommen wird, ist der Kulmainer Hochbehälter für die Wasserversorgung. Die gute Nachricht dabei ist: Durch eine erreichte Förderung von 80 Prozent brauchen nur noch 20 Prozent umgelegt werden. Die Bürger erfahren dabei eine große Entlastung, betonte Bürgermeister Kopp. In die finanzielle Pflicht genommen werden die Bürger beim Bau der neuen Kemnather Kläranlage. Im kommenden Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. Kulmain leitet dorthin seine Abwässer und ist mit 3500 Einwohnergleichwerten oder sieben Prozent beteiligt. Auf 64 000 Euro bezifferte Kopp den umzulegenden Betrag.

Im Ferienprogramm dabei

Die Ferienangebote der Vereine wird die Gemeinde in gewohnter Weise unterstützen und auch wieder das Ferienprogramm von Learning Campus bezuschussen, versicherte Kopp. Konkrete Zahlen nannte er für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Oberwappenöst nach Wernersreuth im Rahmen des Kernwegenetzausbaus. 277 000 Euro wird die Verbreiterung der Straße auf 3,50 Meter kosten. Bei einem Zuschuss von 76,5 Prozent verbleibt der Gemeinde ein Anteil von 95 000 Euro. "Nach sechs Jahren sind wir am Ziel", sagte Günter Kopp erleichtert.

Auf sein Bedauern stieß das Bestreben der Gemeinde Kirchenpingarten, die Naturerlebnisbad GmbH verlassen zu wollen. "Die Einrichtung ist wichtig", betonte der Redner und machte auf das Alleinstellungsmerkmal und die Erhöhung des Freizeitwertes in der Region aufmerksam. Den zweiten Teil der Bürgerversammlung moderierte Zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank. Groß war die Wunschliste der Bürger nicht. Ganz im Mittelpunkt standen die Bereitstellung von Bauplätzen und die Wohnbebauung. Grundtenor bei den Antworten war: Es gibt viele, viele Parzellen, die bebaut werden können, aber privates Eigentum sind. Viele Lücken in Kulmain könnten geschlossen werden. Diese Lücken in der Besiedlung wiederum verhinderten die Ausweisung neuer Areale. Sie zu schließen ist die Forderung des Landratsamts. Die Gemeinde würde sie gerne erwerben, aber nicht zum Großstadtpreis von 180 Euro pro Quadratmeter. Eine Erschließung im Umlegeverfahren wurde zurückgewiesen. Insgesamt sind 25 Flächen vorhanden.

Programm für Fassaden

Um den Innerortsbereich attraktiver zu gestalten unterstützt die Gemeinde Hausbesitzer mit dem Fassadenprogramm und nimmt dafür 35 000 Euro in die Hand. Ein Gerüst versperrt die Garagen des Alten Feuerwehrgerätehauses. Saniert wird es zurzeit. Die Feuerwehr möchte aber ihren Bus dort einstellen und fragte an, wann das Gerüst entfernt wird. Bürgermeister Kopp sagte dazu, das Haus solle dieses Jahr noch geweißt werden. Wenn nicht, dann werde das Gerüst entfernt. Das Alte Gerätehaus sei ein Schmuckstück geworden.

 
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