Die Verbandsversammlung hatte im März das Ende des Zweckverbandes zur Wasserversorgung von Kemnath-West und des Ortsteils Oberbruck der Gemeinde Kulmain beschlossen. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag sah Bürgermeister Günter Kopp in seinem historischen Rückblick im Zweckverband eigentlich nur einen "Wasserweiterleitungsverband". Dieser besitze keine eigenen Anlagen zur Wassergewinnung und sei nur für die Verteilung des Wassers über ein eigenes Leitungsnetz verantwortlich.
Das Leitungsnetz selbst war in den zurückliegenden Jahren von Rohrbrüchen gekennzeichnet. Aufgrund der damit verbundenen problematischen Finanzsituation hatte der Zweckverband in den vergangenen zwei Jahren diskutiert, sich aufzulösen. Dazu bedürfe es der Zustimmung des Gemeinderates, ergänzte CSU-Fraktionssprecher Albert Sollfrank. Ohne Gegenstimme wurde die Auflösung durch alle Fraktionen bejaht.
Der Ortsbereich Oberbruck wird mit dem Beschluss in den räumlichen Geltungsbereich der Wasserabgabesatzung der Gemeinde Kulmain mit Wirkung vom 1. Januar 2024 integriert. Die Versorgung mit dem erforderlichen Nass erfolgt aber weiterhin über die Stadt Kemnath.
Dazu erhielt die Firma Wilhelm Bauer aus Erbendorf in der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderats im März den Auftrag für den Neubau eines Übergabeschachts bei einem Angebotspreis von 92 810 Euro. Weitere Baumaßnahmen werden nach den Worten von Wassermeister Tobias Schroll nicht erforderlich sein.
Was nach der Auflösung noch verbleibt, ist die vermögensrechtliche Auseinandersetzung. Nach den Worten von Bürgermeister Günter Kopp wird es eine einvernehmliche Lösung geben.
Wasserversorgung
Für die Verbesserung der Wasserversorgung erhielt die Firma Bauer aus Erbendorf die Aufträge für den Neubau der Verbundleitung sowie für die Leitungssanierungen im Bereich der Wasserversorgung Ölbrunn-Frankenreuth zum Bruttoangebotspreis von 665 394 Euro und für den Neubau des Pumpwerks in Grünberg zum Bruttoangebotspreis von 125 258 Euro. Der Auftrag für die technische Ausrüstung des Pumpwerks Grünberg wurde an die Firma Wilo-Emu aus Hof zum Preis von 108 721 Euro vergeben.
Bürgerhaus
Das geprüfte Nachtragsangebot der Firma Hans Braun aus Weiden in Höhe von 15 751 Euro für die Installation der Zaunanlage am Bürgerhaus wurde angenommen. Zu den Baumaßnahmen für die Außenanlagen erinnerte Albert Sollfrank an Verzögerungen durch lange Lieferzeiten von acht Wochen. In der kommenden Woche werden im westlichen Bereich Arbeiten aufgenommen. Die Anlieger wurden informiert, so Bürgermeister Kopp.
Jugendarbeit
Die Gemeinde wird das in Kooperation mit dem Landratsamt angebotene Konzept der Jugendarbeit von Systep e.V. aus Hof nicht beanspruchen. Die Gemeinderäte verwiesen auf die vielfältigen Angebote der Vereine und Verbände im Gemeindebereich und der damit verbundenen guten Jugendarbeit. Weiter werden Angebote von Vereinen benachbarter Kommunen angenommen. Fast jedes Kind sei in einem Verein, Brennpunkte in der Gemeinde existierten nicht, hieß es. Ungeachtet dessen wurde es als ungeschickt angesehen, wenn einerseits Vereine kostenlos ehrenamtliche Jugendarbeit leisten und andererseits Geld für bezahlte Kräfte ausgegeben wird. Der Gemeinderat ließ es offen, bei Bedarf das Konzept "Jugendarbeit vor Ort" wieder aufzugreifen.
Bauvoranfrage
Kenntnis nahm das Gremium von einer Bauvoranfrage für den Neubau einer Rundrohrbogenhalle als Strohlager in der Gemarkung Kulmain.
Schöffenwahl 2023
Für die Amtsperiode 2024 bis 2028 bekundete Markus Kappauf seine Bereitschaft, als Schöffe tätig zu werden. Er wurde in die öffentlich bekanntzugebende Vorschlagsliste der Gemeinde aufgenommen.
Tempomessungen
Nach den Worten von Bürgermeister Kopp ergaben die Geschwindigkeitsmessungen in der Wunsiedeler Straße keinen Grund für die Polizei, gegen Raser einzuschreiten. Die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 47 Kilometer pro Stunde. Nur einige nächtliche Ausreißer wurden registriert.
Kanalbau
Seit drei Wochen laufen wieder die Kanalbaumaßnahmen in Witzlasreuth. Wann sie abgeschlossen sein werden, steht noch nicht definitiv fest. Haushalt 2023.
Die Haushaltsunterlagen wurden positiv genehmigt. Alle geplanten Maßnahmen können ausgeführt werden, freute sich das Gemeindeoberhaupt.
Bachdurchfahrt bei Bauhof
Autos, die durch die Furt des Schirnitzbachs beim Bauhof fahren, hinterlassen auf der Straße große Ölflecken als "traumhafte Kunstwerke", wie Albert Sollfrank feststellte. Es wurde deshalb an den gesunden Menschenverstand appelliert, den Katalysator nicht im Bach abzukühlen. Gefordert wurde deshalb, die Straße nur noch für den landwirtschaftlichen Verkehr freizugeben.



















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