15.07.2019 - 14:22 Uhr
KulmainOberpfalz

Mädchen für fast alles

Dass die Feuerwehr ausrückt, wenn es brennt, wussten die Kulmainer Grundschüler bereits. Welche Aufgaben sie sonst noch erfüllt, erfuhren die Drittklässler bei einem Besuch.

Viel Zeit nehmen sich Otto Schroll, sein Sohn Tobias, Vorsitzender Georg Redl und Josef Reindl (von links) für die 3. Klasse der Grundschule Kulmain.
von Josef ZaglmannProfil

"Unsere Feuerwehr erfüllt mit ihrer ausgezeichneten Ausrüstung die hohen Anforderungen des heutigen Brandschutzes und bei den technischen Hilfeleistungen", erklärten Geräteführer Otto Schroll und Vorsitzender Georg Redl den Drittklässlern. Sie gewährleiste damit rasche Hilfe für Mensch, Tier, Sachwerte und Umwelt.

"Den organisierten Brandschutz gibt es seit 1850", wusste Schroll. Heutzutage müssten Feuerwehrmänner aber nicht nur Brände löschen, sondern auch technische Hilfeleistungen bei Unfällen und Überschwemmungen erbringen. Wer würde sonst Ölspuren nach einem Verkehrsunfall so fachgemäß beseitigen, dass die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet sind? Bei größeren Veranstaltungen stelle die Wehr Sicherheitswachen, die beispielsweise die Straßensicherung übernehme. "Im Jahr hat die Kulmainer Wehr 60 bis 70 Einsätze.

Derzeit leisten 43 aktive Feuerwehrmänner und zwei -frauen Dienst. Acht Jugendliche zählt laut Schroll die Jugendfeuerwehr. Die Kinderfeuerwehr hat derzeit 15 Mitglieder.

Sehr wichtig sei es zur schnellen Orientierung der Helfer, bei einem Notruf auf die fünf W-Sätze zu achten, verdeutlichte Schroll. Funkwecker und Handyalarmierung sorgten für schnelle Einsätze der örtlichen Feuerwehr.

Vor der Fahrzeughalle erklärten Gerätewart Tobias Schroll und Josef Reindl den Drittklässlern die Löschgruppenfahrzeuge LF 20/16 und LF 8, den Mannschaftstransportwagen, den Ölschadenanhänger, den Schlauchanhänger und das Kinderfeuerwehrauto. Im Fahrzeugraum demonstrierten Schroll und Reindl Schutzjacke und -hose, Feuerwehrhelm, Atemschutzjacke, Schutzhandschuhe und -schuhwerk, Atemschutzmasken, Feuerwehrbeil sowie andere Ausrüstungsgegenstände. Auch erklärten sie die Schläuche, den Wassertank, das Hebekissen, Hochdrucklöschgerät und den Drucklüfter. Natürlich durften die Kinder im Innenraum des großen Löschfahrzeugs Platz nehmen. Lehramtsanwärterin Anna Hofmann bedankte sich für die interessanten Ausführungen im Zuge des Heimat- und Sachunterrichts.

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