19.12.2019 - 15:56 Uhr
KulmainOberpfalz

Mit maximalem Tempo ins Netz

Das neue Glasfasernetz der Amplus AG ist jetzt offiziell in Betrieb. Ab sofort sind in bisher nicht angeschlossenen Ortsteilen und Gehöften in der Gemeinde Kulmain hohe Übertragungsraten Standard.

Per Knopfdruck nahmen Bürgermeister Günter Kopp (Sechster von rechts) und Amplus-Vertreter Robert Scholz (links daneben) das Glasfasernetz in Betrieb.
von Arnold KochProfil

Den Startknopf für das Glasfasernetz der Amplus AG aus Teisnach drückten Vertreter der Kommune, Baufirma und des Anbieters am Mittwochvormittag. Neben Bürgermeister Günter Kopp und seinem Stellvertreter Albert Sollfrank hatten sich dazu Amplus-Kommunalbetreuer Robert Scholz, Stefan Weigl, Projektleiter der Firma Markgraf, sowie Mitarbeiter von Bauhof und Gemeindeverwaltung am Master-Schrank mitten in Unterwappenöst eingefunden.

"Ab sofort können 107 Objekte online geschaltet werden. Dadurch profitieren die Haushalte nach Abschluss des Breitbandausbaus von einem kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus", erklärte Scholz. Bei diesem Breitbandausbau wurden rund 28 600 Meter Glasfaserkabel verlegt. Die Wirtschaftlichkeitslücke für dieses Projekt beträgt 704 742 Euro und wird von der Gemeinde und vom Freistaat Bayern übernommen. Im Oktober 2018 hatten die Verantwortlichen der Kommune und des niederbayerischen Breitband-Carriers den Kooperationsvertrag zum Breitbandausbau unterzeichnet.

Kopp hob die gute Zusammenarbeit zwischen Amplus AG, ausführender Firma Markgraf und der Gemeinde beim Bau des Glasfasernetzes zu bisher noch nicht angeschlossenen Ortsteilen und Einzelgehöften hervor. Das Projekt sei nach Ausschreibung mit 898 148 Euro gestartet. 193 606 Euro konnten durch Änderungen an Trassen und Anschlüssen eingespart werden. Die Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 704 442 Euro werde über das Höfebonus-Programm mit 90 Prozent gefördert.

"Der Anschluss ans Glasfasernetz wertet die neu angeschlossenen Dörfer und Einzelanwesen auf. 100 000Mbit/Sekunde sind garantiert und 200 000 technisch möglich", verdeutlichte Kopp. Ob Freiberufler, Landwirt, Schüler, Student oder Privatnutzer, die Datenflut und technische Anforderungen wüchsen. Mit der Glasfasertechnik direkt ins Haus stehe jedem schnelles Internet zur Verfügung.

Laut Kopp sind bis auf ein Anwesen alle Wohn- und Geschäftsgebäude in der Gemeinde ans Breitbandnetz angeschlossen. Er dankte den Firmen Amplus AG und Markgraf für die gelungene und vor allem zügige Ausführung.

Weigl berichtete von 31 Kilometern Trassenlänge mit 37 Schächten, Einblasen von 26 Kilometern Haupt- und 18,5 Kilometern mittels "Peter-Pflug-Verfahren" eingepflügte Hausanschlusskabel. Die Zusammenarbeit aller Beteiligter sei von Partnerschaft, Vertrauen und Wertschätzung geprägt gewesen.

Am Hauptverteilerschrank und später am optischen Verteiler in Ölbrunn wurde den Anwesenden die Technik erläutert und im Gasthaus Scherm anschließend die Netzgeschwindigkeit getestet.

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