Kulmain
19.07.2019 - 13:52 Uhr

Moderne und Vergangenheit vereint

Zu einer Besichtigung des neu sanierten Verwaltungsgebäudes hatten sich die Mitglieder der Kreistags-Fraktionen von CSU, Zukunft Tirschenreuth und FDP in Kulmain eingefunden. Bei der Beurteilung der Maßnahme sind sich alle einig.

Die Kreisräte zeigen sich angetan vom Ergebnis der Sanierung des Kulmainer Verwaltungsgebäudes. Hausherr Bürgermeister Günter Kopp (Achter von links) erklärt ihnen bei einer Führung die Maßnahme. Bild: exb
Die Kreisräte zeigen sich angetan vom Ergebnis der Sanierung des Kulmainer Verwaltungsgebäudes. Hausherr Bürgermeister Günter Kopp (Achter von links) erklärt ihnen bei einer Führung die Maßnahme.

Bürgermeister Günter Kopp berichtete den Kreisräten zunächst von der Geschichte des "Alten Schlosses". Das im 18. Jahrhundert errichtete Anwesen habe sich im Besitz zweier Adelsfamilien befunden. 1834 sei das "Gobel´sche Schlösschen" wie die Kirche und etliche Häuser einem Großbrand zum Opfer gefallen und wieder aufgebaut worden.

Beim "Alten Rathaus" sei 2011 festgestellt worden, dass Mauerschäden und Durchfeuchtungsprobleme sowie die statischen Verhältnisse es nicht mehr zuließen, es als Verwaltungsgebäude länger zu nutzen. Die Verlagerung der Gemeindeverwaltung für sieben Jahre in die Grundschule schloss sich an. Nach reiflicher Überlegung und Prüfung verschiedener Nutzungsvorschläge sei man einstimmig zu der Auffassung gekommen, das Gebäude grundlegend zu sanieren und seiner ursprünglichen Bestimmung zuzuführen, erklärte Kopp.

Über die Städtebauförderung, die Bayerische Landesstiftung, die Bezirksregierung und den Landkreis erhielt die Gemeinde 975 000 Euro an Fördergeldern für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Die Gesamtinvestition belief sich nach Abschluss aller Arbeiten inklusive der Einrichtungsgegenstände und Büroausstattung auf 1,85 Millionen Euro.

Das in einer dreijährigen Bauzeit sanierte Rathaus erfülle jetzt die Anforderungen für eine moderne Verwaltung, sei behindertengerecht und kundenfreundlich ausgestattet sowie den Bedürfnissen der Zeit angepasst, freute sich der Bürgermeister. Auch die teilweise Unterkellerung sei bautechnisch verbessert worden, so dass Schichtenwasser gezielt gesammelt und konzentriert zur Ableitung komme. Wasser staue sich nun nicht mehr zurück und dringe nicht mehr in die Wände ein.

Der Parkplatz ist so geschaffen und angepasst, dass motorisierte Behinderte dort halten, aussteigen und mit dem Rollstuhl oder Rollator das Erdgeschoss problemlos erreichen können. Zudem stehe eine behindertengerechte Toilette zur Verfügung, die Zugänge zu den Verwaltungsräumen seien vorschriftsmäßig geschaffen worden. Im Nebengebäude sei eine moderne Pelletheizung samt Lagerungsbunker untergebracht, die das Rathaus mit Wärmeenergie versorge.

Die Kreisräte waren sehr angetan von den Räumlichkeiten, der Ausstattung, der Gestaltung sowie den noch sichtbaren, alten Relikten und Gewölben aus der Vergangenheit. Der Besichtigung schloss sich eine gemeinsame Fraktionssitzung im Hotel Wiesend an.

 
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