Im Rahmen der offiziellen Verkehrsfreigabe mit ökumenischer Segnung nahm die politische Gemeinde die neu gebaute Wegeverbindung zwischen Kulmain und Zinst in Betrieb. Am Freitagnachmittag hieß Bürgermeister Günter Kopp die Geistlichen Dirk Grafe und Markus Bruckner, die beiden Vertreter der ausführenden Baufirma VSTR aus dem vogtländischen Rodewisch, die Bauingenieure Albert Vollath und Christoph Reger vom Ingenieurbüro für Tiefbautechnik aus Marktredwitz, zweiten Bürgermeister Albert Sollfrank, Altbürgermeister Hans-Gerd Reindl, die Gemeinderäte, Mitarbeiter des Bauhofes sowie Bürger und Anlieger am Einfahrtsbereich des Heim des Schäferhundevereins willkommen. In einem kurzen Rückblick ließ er den Bauverlauf mit der Baustelleneinrichtung Ende März bis zur Fertigstellung in dieser Woche Revue passieren.
„Die neu gebaute Straßen wurde nach den geltenden Verkehrs- und Förderrichtlinien auf einer Strecke von 2013 Metern zwischen der Einmündung in die Kuschweg bis zur Einmündung in die Kreisstraße TIR 28 beim Ortseingang von Zinst neu gebaut“, berichtete Kopp. Damit ging auch eine notwendige Verbesserung durch die Verbreiterung der Straße von 3 auf 3,5 Meter, die Einrichtung von Ausweichstellen und die Vergrößerung der Kurvenradien einher. Für die näher als 7,5 Meter vom Straßenrand stehenden Bäume und Hindernisse mussten Leitplanken verbaut werden. Auf das Aufbringen von Straßenmarkierungen verzichtete man aus Unterhalts-, Kosten- und optischen gründen. Der Straßenaufbau umfasst 51 Zentimeter Frostschutz mit 10 Zentimeter Trag- und 4 Zentimeter Deckschicht mit beidseitigem, einen Meter breitem Bankett. Die Straße erhielt eine ordnungsgemäße Straßenentwässerung mit Straßengräben und teilweise L-Betonsteinen samt Rohrleitungen und Anlage von asphaltierten Grundstückszufahrten.
In diesem Zuge wurde das Vereinsheim mit Strom- und Breitbandanschluss versorgt. Die förderfähigen Kosten betrugen 1,8 Millionen Euro bei einer Fördersumme von 1 631 000 Euro und die Baunebenkosten 154 000 Euro. Die Gesamtbaukosten betragen 1 966 000 Euro bei einer Förderung von insgesamt 83 Prozent. Die Baufirma konnte ohne Probleme die Baustelle mit Unterschreitung der veranschlagten Bauzeit abschließen“, erklärte Kopp. Er wies aber auf den Diebstahl eines Baggers, einer Rüttelplatte und Diesel hin.
„Bauen und Planen ist Vertrauenssache. Mittlerweile hat unser Büro mit der Gemeinde 9,2 Kilometer Verbindungsstraßen neu gebaut“, erklärte Bauingenieur Christoph Reger und dankte der Gemeinde. Die Vorbesprechungen begannen 2017 mit dem Ausloten der Förderung, Baugrunduntersuchung und Ermitteln der notwendigen Straßenflächen. Der vorhandene Straßenkies war zum Glück nur leicht belastet und konnte im Straßenplanum wieder eingebaut werden. Das Vorhaben konnte im Einvernehmen mit den Anliegern und gutem Baufortschritt abgeschlossen werden. Die Zufahrten wurden mit den Anrainern abgestimmt. Er versicherte, dass keine Kostensteigerung zu erwarten ist und freute sich, dass es keinen Bauunfall gab. Albert Vollath lobte die Voraussicht der Gemeinde bei der regelmäßigen Instandhaltung und Neubau ihres Wegenetzes, die auch durch die nächste geplante Sanierungsmaßnahme bestätigt wird. Als Gastgeschenk sagte er die Kostenübernahme für eine bis zu 5 Meter hohe Linde im Bereich der angrenzenden Lindenäcker zu. Anschließend fand die Segnung der neu gebauten Verbindungsstraße durch die beiden Geistlichen statt. Sie wünschten den darauf fahrenden Verkehrsteilnehmern allseits unfallfreie Fahrt unter dem Schutz Gottes.
Mit dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes übergaben die Teilnehmer die Ortsverbbindung offiziell zur öffentlichen Nutzung. Anschließend trafen sich die Teilnehmer zu einer kleinen Eröffnungsfeier im Gasthaus Scherm in Ölbrunn
























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