17.03.2019 - 13:21 Uhr
KulmainOberpfalz

Schulturnhalle wird zur Opernbühne

"Die Zauberflöte" ist zu Gast in der Kulmainer Grundschule.

Bei der Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“ durften drei Mädchen und drei Buben aus der vierten Klasse kleine Sprechrollen übernehmen.
von Josef ZaglmannProfil

„Wir müssen nicht in die Oper gehen, die Oper kommt heute zu uns“ freute sich Rektorin Christiane Böhm bei der Begrüßung der drei Akteure von der Jungen Oper Detmold. Die hatten im Nu die Schulturnhalle in eine Opernbühne verwandelt. Auf dem Bühnenbild waren die vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft farbig dargestellt. Drei professionelle Sänger brachten den Buben und Mädchen mit ihrem Live-Gesang und ihrem darstellerischen Können große Oper wirklich nahe. Sie präsentierten ihnen die beliebte Oper „Die Zauberflöte“ von W.A. Mozart so lebendig und kindgemäß, dass der Funke zwischen ihnen und ihrem jungen Publikum sehr schnell übersprang. Nicht nur die Buben und Mädchen, sondern auch ihre Lehrerinnen erlebten eine vergnügliche und kindgerechte Opernaufführung.

Caspar Lloyd Janes schaffte es als Erzähler, den Grundschülern die Operngeschichte leicht verständlich und begreifbar zu machen. „Wir möchten erreichen, dass Oper für Kinder das Natürlichste und Selbstverständlichste auf der Welt sein kann“ beteuerte der Bariton, der den lustigen Vogelmenschen Papageno und den Priester Sarastro sang und zugleich Regie führte.

Die Personen und die Grundzüge der Handlung waren den Schulkindern aus dem Musikunterricht bereits bekannt. Sie konnten einige bekannte Arien wie beispielsweise „Der Vogelfänger bin ich ja“ recht gut mitsingen.

Mit ihrem lebhaften Spiel, ihrem komödiantischem Talent und ihren live gesungenen Arien setzten die Sänger immer wieder Glanzpunkte. Die großen und kleinen Zuschauer spürten, dass ihnen die Vermittlung dieser wunderbaren Mozartoper wirklich ein Herzensanliegen war. Die Kombination von Schauspiel und Gesang gelang ihnen sehr gut. Regisseur Caspar Lloyd Janes hatte alles schülergerecht, interaktiv, kurzweilig und geschickt inszeniert und sowohl pädagogisch, als auch künstlerisch bestens durchdacht. Auch der Humor kam nicht zu kurz.

„Was ist eine Oper?“ und „Was brauchen wir für eine Oper?“ fragte der Sänger bei seiner lockeren Einführung, bei der er die Hauptrollen erklärte.

In Nebenrollen wurden einige Viertklässler geschickt in die Handlung miteinbezogen. Sie durften die drei Knaben und die drei Damen spielen. Bei den Prüfungen von Tamino und Papageno stellten mehrere Schüler mit roten und blauen Tüchern Feuer und Wasser dar.

Der Tenor Joachim Szepanski verkörperte den edlen Prinzen Tamino. Pamina, Taminos Traumfrau, wurde von der Sopranistin Katharina Löwe stimmlich und szenisch hervorragend vorgestellt. Die Sopranistin verwandelte sich auch in Papagena, die nach einigen Prüfungen endlich das „Weibchen“ des lustigen „Vogelmenschen“ Papageno wurde. Mit der Arie „Das klinget so herrlich, das klinget so schön“ ging die unvergessliche Opernaufführung in der Kulmainer Grundschule zu Ende.

Der begeisterte Beifall der Kinder, ihrer Lehrerinnen und einiger Eltern zeigte den drei Singschauspielern, dass ihnen in Kulmain eine begeisternde Aufführung gelungen war.

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