Lehendorf bei Etzelwang
19.05.2019 - 10:30 Uhr

Segen für neue Kreisstraße AS 38

Nach fast zwei Jahren Bauzeit wird die neue Kreisstraße AS 38 zwischen Etzelwang und Lehendorf offiziell dem Verkehr übergeben. Bei der Segnung und Freigabe wollen viele dabei sein.

Pfarrer Roland Klein und Diakonin Regina Reymann baten für die erneuerte Kreisstraße um Gottes Segen. Bild: ds
Pfarrer Roland Klein und Diakonin Regina Reymann baten für die erneuerte Kreisstraße um Gottes Segen.

Diakonin Regina Reymann und Pfarrer Roland Klein baten um den Segen Gottes für dieses neue Straßenstück. „Bewahre alle, die diese Straße benützen vor Unfall und Gefahr und lehre die Menschen Rücksicht und Hilfsbereitschaft.“ Nach dem Segen zerschnitten auf Kommando des Landrats Richard Reisinger die am Bau beteiligten Behörden- und Firmenvertreter das Band als Symbol für die Freigabe.

Von August 2017 bis April 2019 gelang zwischen Etzelwang und Lehendorf die Erneuerung der Kreisstraße AS 38 auf eine Breite von 6,5 Meter und die Ergänzung um einen Radweg mit drei Metern Breite. Gleichzeitig wurde die Brücke über den Reinbach beim Wertstoffhof saniert. Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Bachetsfeldgruppe nutzte die Maßnahme, um die Wasserleitung in diesem Bereich neu zu velegen. Die breitere Fahrbahn machte eine Verlegung des Etzelbachs notwendig. Baumpflanzungen, Ansaat der Straßenböschung mit regionalem Saatgut, Reptilien- und Amphibienschutz sowie Störsteine, Wurzelstöcke und Sohlsubstrat im Bach als Naturausgleichsmaßnahmen bringen in diesem Zusammenhang wertvolle Verbesserungen mit Biotop-Wirkung für das Lehental. Von 16 privaten Eigentümern mussten 0,7 Hektar Fläche erworben werden, hieß es.

Die Einweihung begleitete leichter Regen, so dass die Fortsetzung der Feierstunde in das Gasthaus Peterhof verlegt wurde. Landrat Richard Reisinger gab bekannt, dass sich die Kosten der Maßnahme auf drei Millionen Euro belaufen. 1,1 Millionen Euro wurden als Förderung zugesagt, den Rest trage der Landkreis. Großes Lob hielt er bereit für die Anwohner und Flächenspender, die „vorbildlich, zuvorkommend und großzügig“ den Ausbau der Kreisstraße ermöglicht haben. Sie bezeichnete der Landrat als positives Musterbeispiel im Gegensatz zu ähnlichen Projekte in anderen Regionen.

Der parallel verlaufende Radweg bilde einen Lückenschluss im Fünf-Flüsse-Radweg. Der Landrat verwies auf die Naturausgleichsmaßnahmen, dem Reptilien- und Amphibienschutz, die Baumpflanzungen und die Gestaltung des Bachbettes als "ein Biotop neben der Fahrbahn".

Etzelwangs Bürgermeister Roman Berr sprach dem Bauausschuss im Kreistag Dank aus für die Befürwortung dieser Baumaßnahme. Der Fünf-Flüsse-Radweg rangiere unter den „Top ten“ der Radwege in Deutschland. Deshalb gewinne die neue Trasse in der Gemeinde Etzelwang als Lückenschluss an Bedeutung. Der Bürgermeister wusste die Erneuerung der Brücke über den Reinbach im Zuge dieser Straßenerneuerung zu schätzen. Die Gemeinde erweiterte die Straßenbeleuchtung bis Lehendorf, so dass mit dieser Baumaßnahme die Belange der Bürger bestens berücksichtigt wurden, so Berr.

Architekt Manfred Lubrich lobte die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Firmen und Stellen. Hubert Engelhard zeigte sich erleichtert, dass die Maßnahme ohne Unfall bei seinen Mitarbeitern abgeschlossen werden konnte.

Vom Tiefbauamt im Landratsamt begleitete Diplomingenieur Matthias Kolb den Straßenbau. Er äußerte sich zufrieden, dass die Verkehrssicherheit im Lehental verbessert werden konnte. Während der Bauphase bestanden gute Ausweichmöglichkeiten als Umleitungen. Auch ihm lag der Lückenschluss im Fünf-Flüsse-Radweg am Herzen. Mit der Erneuerung der Kreisstraße wurden seiner Meinung nach für die Natur in diesem Tal Verbesserungen erreicht.

Das Durchschneiden des Bandes von Landrat Richard Reisinger und den am Bau beteiligten Verantwortlichen diente der Freigabe des erneuerten Straßenabschnitts. Bild: ds
Das Durchschneiden des Bandes von Landrat Richard Reisinger und den am Bau beteiligten Verantwortlichen diente der Freigabe des erneuerten Straßenabschnitts.
Einhellige Freude über den gelungenen Straßenbau mit Radweg bei Verbesserungen auch für die Natur im Lehental äußerten Matthias Kolb (Tiefbauamt), Architekt Manfred Lubrich, Bürgermeister Roman Berr, Landrat Richard Reisinger und Baufirmenchef Hubert Engelhard (von links). Rechts im Bild Bauleiter Wolfgang Birke. Bild: ds
Einhellige Freude über den gelungenen Straßenbau mit Radweg bei Verbesserungen auch für die Natur im Lehental äußerten Matthias Kolb (Tiefbauamt), Architekt Manfred Lubrich, Bürgermeister Roman Berr, Landrat Richard Reisinger und Baufirmenchef Hubert Engelhard (von links). Rechts im Bild Bauleiter Wolfgang Birke.
 
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