12.06.2019 - 14:00 Uhr
Lennesrieth bei WaldthurnOberpfalz

"Musik für die Seele"

„Zithermusik stirbt bei uns langsam aus“, bedauert Agnes Frischholz aus Tröbes. Mit dem Lennesriether Ehepaar Andrea Zellner-Vitzthum und Martin Zellner möchte sie das ändern.

Das Ehepaar Andrea Zellner-Vitzthum und Martin Zellner (von rechts) aus Lennesrieth sowie Agnes Frischholz aus Tröbes spielen als „FrischZelln“ staade Volksmusik.
von Thorsten Schreiber Kontakt Profil

Zither, Hackbrett und Akkordeon – mehr Instrumente braucht es nicht, wenn es nach Agnes Frischholz geht. Mit Andrea Zellner-Vitzthum und deren Ehemann Martin Zellner hat sie sich staaden und ruhigen Klängen verschrieben, die in der zunehmend hektischen Zeit einfach gut tun. „Das ist Musik für die Seele, ein kleiner Urlaub vom Alltag“, ist die Tröbeserin überzeugt.

Das Trio „FrischZelln“ spielt seit gut einem Jahr zusammen, gegründet bei einem Musikantentreffen im Bergstüberl im Feriendorf Pfifferlingstiel. Frischholz und Zellner-Vitzthum hatten sich allerdings vorher bei einem Seminar kennengelernt, an dem die Lennesrietherin mit Hackbrett und die Tröbeserin mit der Zither teilnahmen.

„Die Zither ist ein vielseitiges Instrument. Man braucht aber einen eisernen Willen, um es zu lernen“, weiß Frischholz. Sie hatte es als Kind schon gelernt. Dann wurde es eine Zeitlang staad, bis sie es schließlich wieder herausgeholt hat. Sie möchte nicht, dass diese Art von Musik in Vergessenheit gerät. Zellner-Vitzthum musiziert seit zwölf Jahren mit dem Hackbrett, außerdem mit der Glachter (eine Holzharmonika) und seit einiger Zeit mit der Gitarre. Sie war bei dem Seminar allerdings so von der Zither fasziniert, dass sie auch dieses Instrument spielen lernte. Ihr Ehemann Martin Zellner komplettiert das Trio am Akkordeon. Er spielt seit kurzem auch Alphorn und war bis vor 20 Jahren in der Waldthurner Trachtenkapelle aktiv.

Der Name „FrischZelln“ lag auf der Hand: Er setzt sich aus den Nachnamen der Musiker zusammen. „Die Namenssuche ist schon etwas besonderes, es sollte ja aussagekräftig sein“, betont Zellner. Viele Auftritte haben die drei noch nicht absolviert. Die Zeit dafür fehlt, denn sowohl die beiden Lennesriether als auch die Tröbeserin spielen noch in mehreren anderen Formationen mit.

In der Weihnachtszeit begleiteten die „FrischZelln“ 2018 einige Gottesdienste in der Region, das steht auch heuer wieder an. Die ruhige Musik passt nicht überall, wobei das Trio auch anders kann: „Mit Akkordeon und Zither klingt auch Country gut“, schmunzelt Zellner-Vitzthum.

Kontakt:

„FrischZelln“: Telefon 09657/912000 oder E-Mail agnes-frischholz[at]web[dot]de

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.