29.07.2019 - 09:12 Uhr
Lennesrieth bei WaldthurnOberpfalz

Schüler Jesu sein

Auch in diesem Jahr feiert die Mutterkirche der Pfarrei St. Sebastian Waldthurn in Lennesrieth das Jakobifest, so wie es seit vielen Jahren Tradition ist, kirchlich und weltlich. Viele Gläubige wohnen den Feierlichkeiten bei.

Kirchenzug Jakobifest
von Franz VölklProfil

„Jakobus, der Patron des schönen Lennesriether Gotteshauses war zusammen mit Johannes die engsten Vertrauten von Jesus Christus“, erklärte Pfarrer Norbert Götz einleitend. Der Geistliche nahm zuvor zusammen mit Diakon Janucz Szubartowicz sowie den Ministranten im Dorf Aufstellung und angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn marschierte der lange Zug mit den Vereinen, Gläubigen, Bürgermeistern und Markträten in das schmucke Gotteshaus. Am Altar standen Fahnenabordnungen der Feuerwehren Spielberg, Lennesrieth und Waldthurn sowie der Lennesriether Bayerntreuschützen, Frauenbund und Landjugend zur Ehre Gottes.

Was die Trachtenkapelle beim Kirchenzug und beim Frühschoppen unter der Leitung von Kornelia Kraus für den weltlichen Teil war, war der gemischte Chor amicanti für den kirchlichen Teil, ein Genuss für die Sinne. Amicanti mit Leiterin Manuela Grünauer nahmen die Gläubigen musikalisch beeindruckend und erfrischend mit durch diese Jakobimesse. „Ich wünsch Dir Gottes Segen“ sang der Chor abschließend vor dem „Großer Gott“. Die Lesung sprach der Lennesriether Kirchenpfleger und Kommandant der einheimischen Feuerwehr Georg Wittmann aus Frankenrieth.

Götz nannte Jakobus den Pilgerpatron: „Er ist auch nicht gleich als Heiliger vom Himmel gefallen“. So wie er müssen auch wir in der heutigen Zeit von Jesus Christus lernen. Jesus nannte die beiden Apostel Hitzköpfe, er wies sie zurecht und sie mussten lernen, statt des Postengerangels Schüler Jesu zu sein, dass ihre Aufgabe es war, die frohe Botschaft in die Welt hinauszutragen. Wie damals Jakobus müsse man auch in der heutigen Zeit den persönlichen Pilgerweg mit Höhen und Tiefen gehen. Nicht die Welt sei der Maßstab an dem sich die Menschen richten, sondern Jesus Christus.

Nach der Patroziniumsmesse begrüßte Dorfsprecher Werner Ertl die Gäste, es schloss sich ein zünftiger Jakobifrühschoppen mit der Trachtenkapelle Waldthurn in der Dorfmitte an. Ertl freute sich, dass der Andrang bei diesem Traditionsfest so groß war und dankte besonders den beteiligten Vereinen.

Am Nachmittag spielten bis in den Abend die „Feiermelder“ aus Pleystein. Zufriedene Gesichter hatten diejenigen, die eines der Brote, ein Stück Zwiebelkuchen, einen Schmierkuchen oder auch Butterbrot, Griebenfettbrot, „Schnillingbrot“, Geräuchertes auf Brot der berühmten Lennesriether Dorfbäckerinnen ergattern konnten.

Pfarrer Norbert Götz (vorne Dritter von rechts) zelebriert die Patrotziniumsmesse in Lennesrieth.
Kirchenpfleger Georg Wittmann übernimmt die Lesung.

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