20.02.2019 - 10:33 Uhr
Lennesrieth bei WaldthurnOberpfalz

Serie zum "Liebe-Dein-Haustier-Tag": Katzen-Big-Brother

Am 20. Februar ist Internationaler "Liebe-Dein-Haustier-Tag". Deshalb starten wir die Serie "Tier und wir" und erzählen die besten Anekdoten über unsere Haustiere. Auch Sie können bei dieser Serie mitmachen.

Den grau getigerten Kater mochte die Freigängerin offensichtlich überhaupt nicht in ihrer Nähe haben. Er bekam ein beherztes Fauchen von ihr.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

Freitag. Ein Wochenend-Besuch bei der Familie steht an. Draußen hat's minus 10 Grad. Damit die zwar kälte-, aber nicht polarkreis-erprobte Freigänger-Katze während der Abwesenheit Schutz suchen kann, stelle ich ihren Spiel-Karton auf Decken in einen Unterschlupf und polstere ihn mit ihrer flauschigen Sofa-Decke aus. Daneben drapiere ich Futter fürs Wochenende plus Reserve. Sicher kommt auch der dicke Kater aus der Nachbarschaft vorbei und bedient sich. Kriegt der halt auch was ab, auch wenn die beiden sich nicht ausstehen können. So müssen sie sich zumindest nicht ums Futter streiten.

Damit ich nach der Reise weiß, ob die Katze das Angebot genutzt hat, stelle ich die neue Wildtier-Kamera in die Garage. Sie löst Tag und Nacht aus, sobald sich im Bereich des Objektivs etwas bewegt.

Sonntag. Entspannung auf der Couch nach dem Kurztrip. Es läuft "Tatort". Nebenbei schließe ich die Wildtier-Kamera an den Laptop an. Der Bilder-Ordner öffnet sich - und zeigt fast 500 Dateien. Na, da war ja was los im Unterschlupf!

Unsere Katze futtert, erkundet vorsichtig den neuen Schlafplatz, auf Bildern und in Videos. Ab 1.30 Uhr in der ersten Nacht rollt sie sich dort gemütlich ein und schlummert. Mein Plan hat funktioniert. Um 3.30 bekommt sie Besuch vom dicken Kater. War ja klar. Der will ans Futter, was sonst? Er frisst ein paar Brocken. Doch sie findet das gar nicht gut und faucht ihn stocksauer an. Herrlich festgehalten auf Bildern. Er zieht sich zurück. Ich feuere unseren frechen Streuner an: Gut gemacht, Kleine!

Katzen-Big-Brother

Ich starre gebannt auf den Laptop. Noch 400 Bilder. Da! Noch eine Katze! Im Infrarot-Licht der Nachtaufnahme strahlt sie fast weiß. Dieses Exemplar habe ich im Sommer nur ein einziges Mal gesehen. Auch sie frisst, kommt mehrmals vorbei, schleicht neugierig um den Karton, in dem unsere Katze liegt. Die schaut sich den Besuch aufmerksam, aber geduldig an. Ihre Abneigung besteht offenbar nur gegen den Dicken.

Die Anwesenheit der hellen Katze nahm die Freigängerin aufmerksam, aber geduldig hin.

Noch 250 Bilder. Der "Tatort" ist inzwischen Nebensache. Zu spannend das Geschehen auf dem Laptop-Bildschirm. Es ist wie bei "Big Brother": Größtenteils sieht man völlig Belangloses, und trotzdem ist es spannend, die Katzen zu beobachten, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Wieder kommt der Dicke vorbeigetigert, und noch einmal.

Anhang im Schlepptau

Und dann, Dutzende Bilder weiter: Eine dritte Katze! Schwarz-weiß gefleckt. Noch nie gesehen. Irgendeins von den Tieren muss weitermiaut haben, dass es hier Futter gibt. Davon ist inzwischen kaum noch etwas übrig. Bis kurz vor dem Abbau der Kamera herrscht reges Treiben. Kein Wunder, dass die Katze im Haus oft in einen abgrundtiefen Schlaf fällt, bei dem Sozialleben!

Von wegen Nachtruhe: Gleich von drei weiteren Katzen bekam die Freigängerin in ihrem Unterschlupf Besuch.

Ein paar Tage später steht sie abends, wie immer, auf der Terrasse und möchte rein. Im Schlepptau hat sie zum ersten Mal eine der Katzen von den Aufnahmen. Jetzt hat sie auch noch weitererzählt, dass man bei uns schlafen kann...!

Katzen mögen Reporterin Sonja Kaute: Diese hier turnte während eines Termins munter auf ihrer Schulter herum.
Info:

Machen Sie mit!

Am 20. Februar ist Internationaler „Liebe-Dein-Haustier-Tag“. Deshalb schreiben Redakteure und Akteure in einer losen Serie namens „Tier und wir“ Anekdoten über Haustiere auf. Dies ist der erste Teil.

Haben auch Sie süße, lustige oder verrückte Anekdoten und Fotos von Ihren Tieren? Lassen Sie unsere Leser daran teilhaben, und schicken Sie sie an redws[at]oberpfalzmedien[dot]de, Betreff „Tier und Wir“. Die besten schaffen es in die Zeitung und ins Onetz.

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