Lennesrieth bei Waldthurn
03.11.2019 - 10:26 Uhr

Würde auch als 70-Jähriger durchgehen

Erwin Bock ist trotz seiner 85 Jahre fidel wie eh und je. Nun feierte der Zeit seines Lebens unternehmungslustige Mann seinen halbrunden Geburtstag.

Erwin Bock (vorne Mitte) feiert mit Ehefrau Christl (Zweite von links) seinen 85. Geburtstag. Bild: fvo
Erwin Bock (vorne Mitte) feiert mit Ehefrau Christl (Zweite von links) seinen 85. Geburtstag.

„Dank meiner guten Pflege und Behandlung würde er auch als 70-Jähriger jederzeit durchgehen“, meinte seine lächelnde Ehefrau Christl, mit der er seit knapp 60 Jahren verheiratet ist. Geboren wurde der Jubilar in Neuenhammer, zusammen mit seiner Schwester Maria wuchs er dort auf. Nach eigenen Worten ging er im „Gymnasium Neuenhammer“, wo teilweise acht Jahrgangsstufen in einer Klasse waren, zur Schule. Gelernt hat Bock den Beruf des Glasschleifers bei der Firma Bayer&Co in Faislbach, arbeitete als Glasschleifer in Neuenhammer und zog anschließend nach Amberg, in den dortigen Ortsteil Bergsteig, um seiner beruflichen Tätigkeit weiter zu verfolgen. Nachdem man in Nordrhein-Westfalen in der Stadt Solingen Postboten gesucht hatte, zog es ihm am 11.11.55 in die „Klingenstadt“. In Düsseldorf machte er die Führerscheinprüfung der Klasse 1 und war dann für die Deutsche Post mit schwarzem Motorrad und gelben Posthelm als Eilbote unterwegs. In den großen Motorradsatteltaschen brachte er Telegramme aber auch Kataloge an die Kunden. Schließlich veränderte er sich beruflich immer wieder und war in verschiedenen Fabriken beschäftigt. Das Jahr 1959 brachte für den Oberpfälzer schließlich die große Liebe. Am Freibad in Solingen war auch ein Tanzlokal, dort lernte er seine Frau Christl kennen und lieben. Schon ein Jahr später am 4. Februar 1960 war im Hause Bock Hochzeit angesagt, schließlich kam auch Sohn Gerald zur Welt. Anfang der 70er Jahre zog es den fleißigen Mann mit seiner Familie in die Oberpfalz.

Bei seinem Schwager Hans Sperl setzte er seine Arbeitskraft ein, fuhr Lader aber auch LKW und am Wochenende legte er so manche Sonderschicht als Taxifahrer bei Taxi-Fischer in Weiden ein. Zusammen mit Roland Zitzmann (Sägewerk Ottenrieth) und den Lennesriethern Franz Vitzthum, Franz Prem sowie dem Ehepaar Martina und Bernd Bodensteiner spielte Bock damals bei der „Lennesriether Muse“ das Flügelhorn. Bock ist ein Clubberer vom Scheitel bis zur Sohle. Etwas bedrückt blickte der Fußballfan des 1. FC Nürnberg, da am Tag vor seinem Jubeltag sein Lieblingsverein im DFB-Pokal rausgeflogen war „Einmal Clubfan – immer Clubfan“, erklärte er und meinte, dass er Zeit seines Lebens sich für diesen Verein interessiert.

Selbstverständlich war auch eine Abordnung des 1.-FCN-Fanclubs Waldthurn zur Gratulation zum Lennesriether Haselranken gekommen. In seiner Freizeit kümmert sich der Neu-85er um seinen Garten, studiert die Tageszeitung und besucht auch gerne seine Freunde in der Fischerhütte in Peugenhammer bei Pleystein. Neben der Familie mit Sohn Gerald, der Flugleiter am Flugplatz Latsch ist, gratulierte seine Schwester Maria sowie viele Nachbarn und Freunde zum „Halbrunden". Bürgermeister Josef Beimler überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde. Die besten Glück- und Segenswünsche der kirchlichen Gemeinde übermittelte Pfarrer Norbert Götz, Nachbarin Birgit Bergmann für den Pfarrgemeinderat.

 
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