(jr) Das Unwetter vom Fronleichnamstag war am Montag auch Thema im Leonberger Gemeinderat. Bürgermeister Johann Burger berichtete, dass in der Region bis zu 60 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen seien. "Unsere Gemeinde wurde von größeren Problemen aber verschont." Bewährt habe sich der 2016 gebaute Damm entlang der Felder oberhalb des Leonberger Ortsrandes. Der Wall war geschaffen worden, um zu verhindern, dass Schlammmassen über die Straße und hinunter ins Dorf Richtung Pfarr- und Jugendheim gespült werden. Laut Burger habe sich auch der in diesem Bereich vergrößerte Kanal-Ablauf bewährt. Von Vorteil sei wohl ebenfalls, so Burger, dass auf der Fläche direkt oberhalb der Straße kein Mais angebaut worden sei. Max Ernstberger (CSU) meinte anerkennend: "Lob für unseren Bürgermeister und seinen Damm, das muss auch mal gesagt werden." Johann Burger gab sich bescheiden und stellte klar: "Das ist nicht mein Damm, das war unsere gemeinsame Lösung."
In einigen Dörfern der Gemeinde sei es zu kleineren Problemen gekommen, die jetzt nacheinander angegangen werden sollen, wie Burger versicherte. In Münchsgrün war in zwei Keller Wasser eingedrungen, in Großensees muss die verschlammte Hauptleitung gespült werden. In Dobrigau konnte der bestehende Kanal die Wassermassen kaum mehr bewältigen, zudem musste die Straße gereinigt werden. Auch in Königshütte und Pfaffenreuth sollen einige Gräben ausgebaggert werden, damit das Wasser besser abläuft. Neu geschaffen wurde beim Feuerwehrgerätehaus in Großensees eine Abwasser-Rinne, auch diese dient dem Hochwasserschutz.
Der Bürgermeister und die Gemeinderäte zeigten sich zufrieden, dass die Schutzmaßnahmen weitestgehend gegriffen hätten und die Bürger daher ruhiger schlafen könnten.
Leonberg
05.06.2018 - 13:29 Uhr
Maßnahmenpaket hat sich bewährt
von Josef Rosner
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