Kurzfristig mit in die öffentliche Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung aufgenommen wurde ein Wunsch der Kirchenverwaltung Leonberg, die Gemeinde um finanzielle Unterstützung bei den Sanierungen zu bitten. Gefragt ist diese besonders bei der angedachten Sanierung der Totenkapelle am Friedhof. "Wir können uns das finanziell nicht mehr leisten", sagte Pfarrer Oliver Pollinger, der zudem die Gemeinde auch beim Defizit des Jugendheims mit ins Boot holen will, weil die Kosten dort viel zu hoch sind.
Kirchenpfleger Wolfgang Kreger schilderte dem Gemeinderat eindringlich, dass sich die Kirche die enormen Kosten bei der Sanierung, sowie weiterer vielfältiger Aufgaben, wie Führung des Jugendheims, nicht mehr leisten kann. "Wir können so nicht weitermachen", sagte Kreger leicht resignierend und forderte dazu auf, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Der Leonberger Friedhof ist in kirchlicher Trägerschaft, normalerweise ist diese eine kommunale Aufgabe", sagte Pfarrer Oliver Pollinger.
Risse am Bauwerk
Kritik gab es bei Grünabfällen am Friedhof, weil dort Sachen abgelagert werden, die dort nichts zu suchen haben. Weiteres Problem ist die Totenkapelle am Friedhof, dort wurden eine Reihe von Schäden festgestellt. Es gibt Risse am Bauwerk und Putzschäden. Vermutet wird, dass diese von Straßen- oder Kanalbauarbeiten außerhalb herstammen könnten. Kreger machte deutlich, dass es für die Sanierung der Kapelle keine Zuschüsse gibt und meinte, "wir müssen hier Lösungen finden".
Pfarrer Pollinger pflichtete seinem Kirchenpfleger bei, "zudem braucht es einen Statiker und den Einsatz von Behörden" und befürchtet deshalb enorme Kosten. Ein weiteres Thema war die Neugestaltung des Friedhofs, "wofür keine Kirchensteuermittel mehr verwendet werden dürfen" Auch das Anlegen von Urnengräbern wird diskutiert werden müssen. Bürgermeister Johann Burger machte gleich mehrmals deutlich, dass er künftig bei Besprechungen mit der Diözese, Planern oder Behörden mit dabei sein will, was Kirchenpfleger Wolfgang Kreger ausdrücklich bestätigte. Der Bürgermeister machte deutlich, "wenn es für die Gemeinde eine Pflichtaufgabe ist, dann wird sich eine Lösung finden lassen". Über das weitere Vorgehen wird der Gemeinderat beraten müssen.
Genehmigt wurde in der Sitzung der Tekturplan "Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Themenreuth", der Grund war eher lapidar, die Wandhöhe erhöht sich um ganze 17 Zentimeter auf nunmehr 6,485 Meter. Genehmigt wurde der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport und Garage in Hofteich. Die Erschließung erfolgt mittels einer "überlangen" Hausanschlussleitung, ein Vertrag mit dem Bauherrn wird dazu geschlossen. Ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage wird in Forkatshof gebaut, auch hier gab es das gemeindliche Einverständnis. Weiteres Thema war die Aufstellung der Einbeziehungssatzung für Themenreuth.
Bau schreitet voran
Die eingegangenen redaktionellen Änderungen wurden eingearbeitet und in der neuen Fassung einstimmig genehmigt. Bürgermeister Johann Burger informierte kurz über ein Schreiben der Tennet, bezüglich des SuedOstLink. Ab voraussichtlich Ende September starten weitere bauliche Maßnahmen im Gemeindegebiet. Mit den Arbeiten beauftragt wurde die Firma Strabag. Gearbeitet wird in der klassischen Grabenbauweise und bei Spülbohrungen. In den Bereichen Großensees bis Kleinklenau kommt das sogenannte Pflugverfahren zum Einsatz. "Der Bau des Südostlinks schreitet voran", kommentierte Bürgermeister Johann Burger.
Alexandra Burger (Freie Wähler) erinnerte an die Aktion "Demokratie leben", hier werden demnächst alle Vereine der Gemeinde angeschrieben. Weiter gab sie bekannt, dass der Leonberger Weihnachtsmarkt heuer am Sonntag, 20. Dezember stattfinden wird. Die Einwohnerzahl zum Monatsende August bezifferte Bürgermeister Johann Burger mit 1026 Personen und damit sieben Personen mehr als Ende Juli. Abschließendes Thema war erneut das Pumpwerk in Hofteich, wo zum wiederholten Male Lappen und Windeln gefunden wurden. Erneut forderte der Bürgermeister vor allem die Neubürger in Pleußen und Steinmühle auf, keine Windeln oder Lappen in die Kanalisation (WC) zu werfen. "Wir haben deswegen hohe Kosten an Reparaturen", sagte Burger.














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