10.03.2020 - 14:48 Uhr
LeonbergOberpfalz

Verbund soll Versorgungs-Sicherheit erhöhen

Die Verantwortlichen des Wasserzweckverbands Pfaffenreuther Gruppe hoffen auf positives Ergebnis einer Machbarkeitsstudie.

Wassermeister Wolfgang Haberkorn (links) und Bürgermeister Johann Burger, Vorsitzender des Wasserzweckverbands Pfaffenreuther Gruppe, hoffen auf ein positives Ergebnis einer Machbarkeitsstudie. Dann würde der Verbund um weitere Bereiche in der Umgebung erweitert werden.
von Josef RosnerProfil

Anhaltende Trockenphasen prägten die Sommer der vergangenen beiden Jahre. Um für die Zukunft vorzusorgen, hatte der Wasserzweckverband Pfaffenreuther Gruppe im Mai 2019 eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Erweiterung des Verbundes in Auftrag gegeben. Vorsitzender Johann Burger und Wassermeister Wolfgang Haberkorn rechnen schon bald mit einem Ergebnis. Im Falle eines positiven Resultats wird der Leitungsverbund um die Städte Waldsassen und Mitterteich sowie den Markt Bad Neualbenreuth erweitert.

Wassermeister Wolfgang Haberkorn informierte bei einem Ortstermin im Hochbehälter der Pfaffenreuther Gruppe, dass die Versorgungssicherheit derzeit noch nicht gefährdet sei. Zu rechnen sei aber mit einem langfristigen Rückgang der Quellschüttungen im Zuge des Klimawandels. Im Sommer 2019 habe der Wasserverbrauch bei niedriger Quellschüttung schon die maximale Anlagenauslastung erreicht. Die derzeitigen Niederschläge sorgten für eine leichte Entspannung, dennoch fehle für eine größere Entlastung der schmelzende Schnee.

Mit einem größeren Verbund könnte ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit erreicht werden. Die einzelnen Kommunen konnten sich gegenseitig mit Wasser aushelfen und Engpässe abdecken. Rein technisch, so Wolfgang Haberkorn, wäre ein Wasserfluss von Bad Neualbenreuth bis zur Stadt Mitterteich und Quellgebiet Waldsassen über das Leitungsnetz der Pfaffenreuther Gruppe ohne Pumpeneinsatz möglich. Zur Sicherheit wären nur kleinere Lückenschlüsse auf Waldwegen notwendig, der Aufwand wäre überschaubar. Auch Steuerung und Überwachung wären über die bereits bestehende Prozessleittechnik möglich. Haberkorn ergänzt, dass man bereits 2016 bei der Schaffung des Verbunds zwischen der Pfaffenreuther Gruppe und Waldsassen eine einfache technische Aufrüstung vorgenommen habe. Seitdem können jederzeit wechselseitig größere Wassermengen bereitgestellt werden. Durch den Verbund habe der Hochbehälter Kondrau nicht aufwendig saniert werden müsse, rund 200 000 Euro an Kosten seien den angeschlossenen Bürgern erspart geblieben. Bei einer Erweiterung des Verbundes sei ebenfalls mit Einsparungen auf der Kostenseite zu rechnen.

Derzeit werden Altenhammer, Forkatshof, Gulg, Hofteich, Königshütte, Kondrau, Neuhof, Neumühle, Netzstahl Pfaffenreuth, Pleußen, Steinmühle und einzelne Straßenzüge der Stadt Waldsassen von der Pfaffenreuther Gruppe versorgt. Seit 2013 beträgt der Wasserpreis 1,95 Euro pro Kubikmeter, die Grundgebühr liegt bei 48 Euro pro Jahr. Im vergangenen Jahr verkaufte die Pfaffenreuther Gruppe 86 000 Kubikmeter Wasser.

Wassermeister Wolfgang Haberkorn (rechts) und Bürgermeister Johann Burger, Vorsitzender des Wasserzweckverbands Pfaffenreuther Gruppe, hoffen auf ein positives Ergebnis einer Machbarkeitsstudie. Dann würde der Verbund um weitere Bereiche in der Umgebung erweitert werden.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.