04.10.2019 - 12:00 Uhr
Letzau bei TheisseilOberpfalz

Rauh: "Nichts gemauschelt"

„Es fehlt kein einziger Beleg“, sagt Bürgermeisterin Marianne Rauh gegenüber dem Gemeinderat zu den Vorwürfen gegen den Zweckverband Muglhofer Gruppe. Ihr Stellvertreter in der Verbandsführung, Georg Schmauß, spricht gar von „Unwahrheiten“.

In den Jahren 1975 bis 1979 entstanden nach der Gründung die ersten Wasserversorgungsanlagen des Zweckverbandes Muglhofer Gruppe, darunter auch der Hochbehälter in Muglhof.
von Gabi EichlProfil

Die Bankauszüge lägen vor, es könne alles nachgeprüft werden, erklärt Bürgermeisterin Marianne Rauh, die dem Zweckverband zur Wasserversorgung mit seinen nur etwa 600 Abnehmern vorsteht. Das gelte für die Abrechnung der Fahrtkosten ebenso wie für den Abbau der Rücklagen.

Rauh zählt erneut die Maßnahmen zur Rohrnetzerneuerung und kleinere Sanierungsmaßnahmen am Hochbehälter auf, die zum Abschmelzen der Rücklagen geführt hätten. Die Beanstandungen im Rahmen der überörtlichen Rechnungsprüfung seien alle behandelt worden, wie in den Protokollen nachzulesen sei.

Wasserpreis im Auge

Wenn das Landratsamt die Akte zugeklappt habe, dann gehe es dabei nur um Beitragsnacherhebungen beziehungsweise darum, Altfälle nicht mehr aufzurollen. Denn es stünde in keinem Verhältnis, diesen mit Hilfe eines Fachbüros nachzugehen. Dem Zweckverband sei es nach wie vor wichtig, die Abnehmer mit einwandfreiem und günstigem Wasser zu versorgen; um Lösungen werde derzeit gerungen. „Da wurde nichts gemauschelt, da wurde genauso ordentlich gearbeitet wie in der Gemeinde“, sagt die Bürgermeisterin.

Es sei doch im Sinne der Bürger, wenn man sich Gedanken um gute Lösungen mache statt einfach teuer zu investieren, nur um dann doch einmal festzustellen, dass der kleine Zweckverband ohne eigene Brunnen nicht zu halten sei.

"Schmutzkampagne"

Rauhs Stellvertreter im Verband, der CSU-Gemeinderat Georg Schmauß, spricht von einer „Schmutzkampagne“, durch die viel Zeit verloren gegangen sei; Zeit, die fehle, um „die eigentlichen Probleme“ des Zweckverbandes zu lösen. Und die eigentlichen Probleme seien die veralteten Anlagen, die erneuert werden müssten, und die immer höheren hygienischen Anforderungen an die Wasserqualität. Die Vorwürfe schmerzten sehr, sagt Schmauß, und wörtlich fügt er an: „Wir sind da in einen Wahlkampf hineingezogen worden.“

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