09.09.2019 - 10:45 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Die Burg lebt

Ritter Jörg von Leuchtenberg hielt Einzug in der Burg Leuchtenberg. Spielzeugmacherinnen, ein Goldschmied, Näherinnen und Strickerinnen, eine Salbenherstellerin boten Besuchern altes Handwerk. Es gab auch kriegerische Auseinandersetzungen.

Schwertkämpfe nach strengen Vorgaben führte Cantus-Ferrum vor.
von Ernst FrischholzProfil

„Die belebte Burg“ war das Motto am Wochenende auf Burg Leuchtenberg. Die Mittelaltergruppe "Cantus Ferrum" aus Amberg hatte die Burg für vier Tage von der Marktgemeinde gemietet und ließ das Mittelalter darin aufleben. Der Verein für erlebte Geschichte will das ausgehende 15. Jahrhundert im Raum Amberg erleben und erlebbar machen. Das geht von der Rekonstruktion zeitgenössischer Kleidung bis hin zu Kochkunst, Handwerk, und Fechtkunst. "Cantus Ferrum" organisiert auch die historische Amberger Hochzeit von 1474. Vorsitzender ist Jörg Pickelmann. Er nennt sich Ritter Jörg von Leuchtenberg. Wieso und warum? Darüber klärt Ritter Jörg auf.

Die Landgrafen von Leuchtenberg waren zur Zeit der Amberger Hochzeit Stadthalter von Amberg und haben sich damals um die Amberger Hochzeit gekümmert. Das einmal der Bezug und dann ist „Leuchtenberg“ einer der bedeutendsten Namen in dieser Epoche. Also gab ich mir den Namen, sagt Pickelmann. Es gibt aber noch einen engen Bezug und das ist die Partnerschaft mit dem Förderverein Burg Leuchtenberg und Rita Lingl als Burgwartin. "Die Burg Leuchtenberg ist zu unserem zweiten Stammsitz geworden", sagte Ritter Jörg. In verschiedenen Räumen der Burg hatte man sich das Lager für die Tage eingerichtet. In der ehemaligen Küche wurde wie vor 600 Jahren mit Holz gekocht. Natürlich mittelalterliche Rezepte. Zentraler Raum der Rittersaal mit original nachgebildeten Tischen und Sitzbänken. Die übrigens da bleiben als Spende an die Burg. Da ist noch mehr dahinter. An die 1500 Euro investiert "Cantus Ferrum" in die Ausstattung der Burg. Bürgermeister Anton Kappl zeigt sich angetan über die Verbindung, die der Burg und damit auch der Marktgemeinde nur Vorteile bringt. Es lief alles wie „früher“.

In der Schreibstube in der Kapelle mussten sich die 27 Frauen, Männer und Kinder registrieren lassen, dann durften sie ihr Lager aufbauen. Action gehört natürlich auch dazu und so fanden Samstag und Sonntag Schießvorführungen mit historischen Feuerwaffen wie Hacken- und Stangenbüchse, sowie Schwertkämpfe und Stangenwaffendrillvorführungen statt. Der Förderverein bewirtete an den zwei Tagen die Besucher und war somit auch Profiteur.

Der Kampf mit dem Schwert
Koch und Gesinde bereiten das Essen nach mittelalterlichen Rezepten.
In der Schreibstube wird jeder registriert.
Das Fertigen eines Pfeilbogens will gelernt sein.

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