Leuchtenberg
23.06.2026 - 21:47 Uhr

Die Caritas ist der neue Träger des Kindergartens Sankt Johannes in Leuchtenberg

Nach dem Wechsel im Kindergarten Sankt Johannes packt die Gemeinde Leuchtenberg die Erweiterung des Baus an. Die Caritas als neuer Träger beteiligt sich künftig am Betriebskostendefizit.

Die Baumaschinen sind da, die Kinder ausgezogen. Der Umbau mit der Erweiterung des Kindergartens Sankt Johannes in Leuchtenberg hat begonnen. Bild: Ernst Frischholz
Die Baumaschinen sind da, die Kinder ausgezogen. Der Umbau mit der Erweiterung des Kindergartens Sankt Johannes in Leuchtenberg hat begonnen.

In Leuchtenberg beginnt eine neue Kindergartenära. Die Einrichtung, 1993 von der Katholischen Kirchenstiftung Leuchtenberg gebaut, ist seit Kurzem im Besitz der Marktgemeinde. Dadurch kann die Kommune nun die Erweiterung in Angriff nehmen. In der Marktgemeinderatssitzung nannte Bürgermeister Anton Kappl die neuesten Fakten.

Die Baumeisterarbeiten wurden an den wirtschaftlichsten Bieter, die Firma Kreuzer in Lanz, für 284.493 Euro vergeben, die Blitzschutzarbeiten für 11.772 Euro an die Firma Häffner in Luhe-Wildenau. In dieser Woche sei Baubeginn, so Kappl. Die Baufirma rückte bereits früher an, so Kappl. Gut, dass der Kindergarten in seine Interimsquartiere umgezogen war. Die Kindergartengruppen sind im Vereinsheim Leuchtenberg und die Krippengruppe im Gemeindezentrum untergebracht. Alle, auch die Eltern, halfen tatkräftig mit.

Vertrag mit Caritas

Neuigkeiten hatte Bürgermeister Kappl auch bezüglich der Trägerschaft. Nach der Übergabe des Hauses habe die Katholische Kirchenstiftung diese nicht weiter behalten wollen. So wandte sich die Gemeinde an die Caritas im Bistum Regensburg. Mit ihr sei nun der entsprechende Vertrag geschlossen worden, informierte Kappl. Damit ist die Caritas-Kindertageseinrichtung im Bistum Regensburg der neue Träger und für den Betrieb zuständig. Am Personal habe sich dadurch nichts geändert.

Geschlossen wurde auch ein neuer Vertrag für die finanzielle Beteiligung. Hier gelang Bürgermeister Kappl ein guter Wurf. Während fast überall in den Gemeinden finanzielle Betriebskostendefizite der Kindergärten zu 100 Prozent von den Kommunen getragen werden, hat Leuchtenberg mit der Caritas einen 80:20-Vertrag (wie vorher mit der Kirchenstiftung) geschlossen. Das heißt, dass sich die Caritas mit 20 Prozent an einer eventuellen Unterdeckung im Haushalt beteiligt.

Höheres Defizit

Heuer trifft das auch gleich zu. Bürgermeister Kappl legte den Haushaltsplan des Kindergartens vor. Von den 23.600 Euro Unterdeckung der Betriebskosten wird die Marktgemeinde 18.800 Euro übernehmen. Dass die Unterdeckung der Betriebskosten heuer höher ausfallen werde, liege laut Bürgermeister Kappl in der Hauptsache daran, dass mit dem Umbau der Kindergartenbetrieb an zwei Standorten laufe. Es mussten auch notwendige Änderungen getroffen werden. So etwa im Vereinsheim der Einbau einer neuen Küche für 10.250 Euro.

Schwierig war die Besetzung eines Jugendbeauftragten und eines Seniorenbeauftragten. Für die Jugend war in der letzten Sitzung Wolfgang Gollwitzer als jüngster Gemeinderat vorgeschlagen worden. Dieser lehnte jedoch aus zeitlichen Gründen ab. Anders war’s beim Seniorenbeauftragten. Hier haben sich nach der letzten Sitzung drei Personalien aufgetan. Das Thema wurde vertagt.

Zum Abschluss informierte Kappl, dass der Glasfaserausbau durch die Firma Gruber-Blöth in Michldorf noch in dieser Woche beginne. Es müsse mit Behinderungen gerechnet werden.

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