23.06.2021 - 15:39 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Feuerwehr Lerau: Notkommandant droht

Die Feuerwehr in Lerau hat alles. Neues Feuerwehrhaus, neues Einsatzfahrzug, beste Ausrüstung und engagierte Aktive. Nur eines fehlt.

von Ernst FrischholzProfil

Kommandant Helmut Kellner ist seit zwölf Jahren an der Spitze der Wehr für alles Erreichte federführend. Kellner hat jedoch 2019 schon angekündigt, dass er keine weiteren sechs Jahre draufpackt. Vorgespräche hatten wohl auch kein Umdenken gebracht und so war es in der Mehrzweckhalle der letzte Bericht des Kommandanten, dessen Dienstzeit am 13. Juli endet.

Kellner listete 47 Aktive, darunter zwölf Frauen, neun Maschinisten, drei Atemschutzträger, zwei Gerätewarte und zwölf Jugendliche auf. Insgesamt 51 Einsätze wurden gefahren. Neben zehn Bränden jede Menge Unfälle und Weiteres wie sogar eine Großtiersuche. Sieben Leistungsprüfungen wurden abgelegt und auch Leistungstests der Jugend, für die es 103 Abzeichen gab. Lehrgänge und Ausbildung wurden ebenso absolviert.

Der Bau des Feuerwehrhauses sowie das 2019 in Dienst gestellte neue Feuerwehrauto waren für Kellner Meilensteine. Corona habe aber auch die Feuerwehr getroffen. Eineinhalb Jahre Verlust an Ausbildung und sonstiger Vereinstätigkeiten. Der Dank von Kellner ging an die Marktgemeinde, die immer voll hinter der Feuerwehr steht und im Besonderen an seinen zweiten Kommandanten Albert Krapf.

Bürgermeister Anton Kappl blieb also nichts anderes übrig, als die zahlreich anwesenden Aktiven um Vorschläge für die Nachfolge von Kellner zu bitten. Zweiter Kommandant Krapf wollte nicht zum Ersten aufsteigen. Er würde weiterhin als Stellvertreter zur Verfügung stehen. Sonst herrschte betretenes Schweigen und Bürgermeister Kappl beendete den Wahlgang mit der Feststellung, dass am 16. Juli nochmals eine Dienstversammlung angesetzt wird. Findet sich bis hier auch kein Nachfolger für Kellner, wird er einen Notkommandanten einsetzen. Anwesend waren auch Kreisbrandmeister Christian Demleitner und Kreisbrandinspektor Martin Weig. Letzterer sprach von einer großartigen Arbeit, die Kellner zwölf Jahre geleistet hat. An die Aktiven appellierte Weig, die Feuerwehr nicht hängen zu lassen.

 

 

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