21.09.2021 - 14:59 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Förderverein der Burg Leuchtenberg am Scheideweg

Der Förderverein hat die Wiederbelebung der Burg geschafft, steht aber nun am Scheideweg.
von Ernst FrischholzProfil

Corona geschuldet kaum Aktivitäten und die 83 Mitglieder des Fördervereins Burg Leuchtenberg sind größtenteils Auswärtige. Die Jahreshauptversammlung brachte daher nicht den erhofften Zuspruch. "Dabei gilt es sich wieder neu aufzustellen", wie die Vorsitzende und Burgwartin Rita Lingl im Gasthof Maier herausstellte. Seit der Gründung vor 19 Jahren ist Lingl Vorsitzende und sie stellte mit ihren Mitgliedern nicht nur Mittelaltertreffen auf die Beine. Der Förderverein war auch in den Jahren mehr als aktiv und federführend, die Attraktivität der größten Burganlage der Oberpfalz zu erhöhen.

"Die Burg ist das ein und alles für Leuchtenberg", stellte Bürgermeister Anton Kappl fest. "Die Gemeinde kann nicht alles leisten, aber dafür hat der Förderverein viel bewegt." Lingl berichtete, dass man von Seiten des Fördervereins den attraktiven Kräutergarten in der Burg neu angelegt hat. Von Josef Schieder wurden Hinweisschilder aus Holz mit dem Ziel „Romantisches Lerautal“ an der Burg und im Markt für Wanderer gefertigt. "Wenig Aufwand, gute Wirkung", so Lingl.

An Geld fehlt es den Förderverein auch nicht, wie der Kassenbericht von Marlene Siebert aufzeigte. Ein Faktor für den Förderverein ist die Mittelaltergruppe „Cantus-Forum“ aus Amberg. Die Mitglieder um Vorsitzenden Jörg Pickelmann richteten nicht nur mittelalterliche Treffen auf Burg Leuchtenberg aus. Sie brachten sich auch bisher aktiv in die Ausgestaltung ein. So haben die „Amberger Ritter“ zum Beispiel Mobiliar für den Rittersaal angeschafft. "Wir haben noch weitere Ideen zur Ausgestaltung der Burg", stellte Pickelmann heraus. "Wenn ihr unsere Hilfe braucht, sind wir ohne Problem mit fünf bis zehn Leuten da." Das ist doch gigantisch, merkte Bürgermeister Kappl an.

Kappl ging auch auf ein Förderprogramm des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) ein. Dies hat zur weiteren Steigerung der Attraktivität eine Ausstellungserweiterung mit neuen Vitrinen und Exponaten als Ziel. Das hier in der Sitzung angesprochene sollte doch Grundlage sein, die Mitglieder wieder zu aktivieren und so in vier Wochen bei einer neu angesetzten Mitgliederversammlung die Grundlage für die Weiterarbeit des Fördervereins zum Wohle der Burg Leuchtenberg zu legen, äußerte sich Kappl abschließend.

 

 

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