16.10.2019 - 10:38 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Immer langsamer durch den Markt

Der Gemeinderat Leuchtenberg will die Geschwindigkeit in der Siedlung am Friedhof weiter begrenzen, beim Kindergarten sogar auf Schrittgeschwindigkeit. Außerdem beschäftigt sich das Gremium weiter mit der Leinenpflicht für Hunde.

Nur mehr Schrittgeschwindigkeit beim Kindergarten ist geplant.
von Ernst FrischholzProfil

Die längste Diskussion im Gemeinderat drehte sich um den Antrag des Elternbeirates des Kindergarten. Er fordert „Tempo 30“ von der Friedhofskirche und dem Schulparkplatz beginnend zum Kindergarten hinunter und dann weiter durch die Siedlung bis zum Anwesen Messer „Am Hohen Stein“. Zusätzlich beantragt der Elternbeirat im Bereich des Kindergartens eine verkehrsberuhigte Zone. Die Polizei bestätigt, dass für Kinder im Bereich Kindergarten und auf dem Weg zur Schule hinauf zur Mittagsbetreuung eine erhöhte Gefahr gegeben ist, berichtete Bürgermeister Anton Kappl.

Rätin Marga Schieder-Beierl konnte sich mit der Schrittgeschwindigkeit beim Kindergarten anfreunden, aber nicht mit „Tempo 30“ auf dem gesamten Bereich, da ab dem Kindergarten zum Hohen Stein gar nicht schneller gefahren werden könne. Gleicher Meinung war auch Karl Bauer. Gerlinde Janker wollte nicht, dass von der Schule oben Richtung Ringelbrunnen die Beschränkung schon beginnt, denn das sei für sie keine Wohn- oder Siedlungsstraße. Die CSU stellte sich geschlossen hinter den Antrag und den Vorschlag von Bürgermeister Kappl. Drei Gegenstimmen gab es gegen „Tempo 30“, einstimmig dann der erweiterte Beschluss zum verkehrsberuhigten Bereich vor dem Kindergarten. Martin Reil brachte aber dann ins Spiel, dass vor allen Schulen „Tempo 30“ vorgegeben ist. "Nur bei uns nicht", bemerkte Reil. "Das kann ich nur befürworten", sagte Bürgermeister Kappl, nahm den Antrag an und wird ihn an die Polizei weiter leiten.

Auch diskutierte das Gremium, ob es Naturparkmaßnahmen für 2020 beantragen solle. Von den Markträten hatte jedoch niemand einen Vorschlag. Der Bürgermeister konnte sich die Brücke bei Tanzmühle über die Pfreimd vorstellen. Aber das würde eine Menge Geld kosten. Wolfgang Härtl brachte Pflegemaßnahmen für die Linden beim Pfarrhäusl ins Spiel. "Das läuft bereits, es gibt 50 Prozent Förderung", antwortete Bürgermeister Kappl. Weiter führte er an, dass jedes Jahr in der Gemeinde Naturschutzmaßnahmen wie etwa um die Burg oder Heller Stein in Steinach laufen. Also war man sich einig, keine Projekte zu melden.

Der Markt nimmt schon am Förderprogramm „W-Lan für die Grundschule teil“. Dies wird nun auch auf das Rathaus erweitert.

Zum Schluss der Sitzung forderte Wolfgang Härtl, das war wiederholt schon diskutiert worden, einen Leinenzwang für Hunde in Leuchtenberg. Das sei nicht mehr zu überbieten, was hier abgehe, beschwerte er sich. Das bestätigte Schieder-Beierl, die Angst vor Hunden hat, aber in und um Leuchtenberg mit freilaufenden konfrontiert wird. Es wird demnächst eine Hundesatzung geben, versprach der Bürgermeister.

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