06.05.2020 - 16:33 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Kein Zuschuss der Gemeinde für Kirchenrenovierung

Die Renovierung von St. Margareta in Leuchtenberg ist ein Kraftakt. Die geschätzten Kosten liegen bei 926.183 Euro. Zuschüsse oder freiwilligen Leistungen der Gemeinde? "Keine", sagt die CSU und begründet das.

St.Margareta soll mit großem finanziellem Aufwand renoviert werden. Die Gemeinde macht dafür kein Geld locker.
von Ernst FrischholzProfil

Die Katholische Kirchenstiftung Leuchtenberg bastelt schon seit Jahren an einem Plan für die Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Margareta. Ein Fördergesuch auf global fünf Prozent wurde schon einmal vom Marktgemeinderat aufgrund fehlender Kostenaufstellung zurückgewiesen.

Nun stand in der Sitzung am Donnerstag neben dem Haushalt 2020 ein Antrag der Kirchenstiftung auf Zuwendung auf der Tagesordnung. Diesem Punkt vorgeschaltet wurde ein Antrag der CSU auf Verzicht einer Zuwendung der Gemeinde für die Renovierung der Kirche. Man wolle dadurch ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieser Zuwendungsantrag eine freiwillige Leistung der Gemeinde wäre. Die sei aber - wie es schon der Haushalt demonstriere - derzeit mit der Erfüllung der Pflichtaufgaben überfordert, verdeutlichte CSU-Sprecher Wolfgang Härtl.

Im Antrag bezifferte die Kirchenstiftung die Kosten für die Innenrenovierung auf 926.183 Euro. Diese trügen je zur Hälfte das Bistum Regensburg und die Pfarrei Leuchtenberg. Der Förderantrag an die Gemeinde bezifferte sich nun auf fünf Prozent der Kostenberechnung. Also 46.000 Euro. Hier sah die CSU schon einen Widerspruch, weil man damit auch den Anteil des Bistums fördere.

Klar Stellung bezog die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft, Sabrina Schaffner. Sie sprach ebenfalls von einer freiwilligen Leistung. "Wir haben Pflichtaufgaben und zudem kommen höhere Kosten in der Kinderbetreuung auf uns zu. Ich habe da echt Bauchschmerzen", sagte die Kämmerin. Bernhard Kammerer (CSU) vermisste einen Finanzierungsplan. "Wir wissen gar nicht, wie viel abgedeckt ist und ob noch was fehlt", meinte er. Zweiter Bürgermeister Karl Liegl fügte an, dass man drei Kirchen (Michldorf, Leuchtenberg, Döllnitz) in der Gemeinde habe und man vor ein paar Jahren für Döllnitz ebenfalls keinen Zuschuss für eine Renovierung genehmigt habe. Zudem zeigte sich Liegl überzeugt, dass heuer so und so nichts laufen werde.

Gerlinde Janker (SPD),die schon bei der Haushaltsberatung für einer Förderzusage von 7000 Euro in den nächsten drei Jahre plädiert hatte, erinnert die CSU an das „C“ in ihrem Namen. "Wenn ich Probleme habe, mein eigenes Haus zu finanzieren, kann ich keine Geschenke nach außen vergeben", konterte Rainer Schmeidl (CSU). Den Antrag der CSU auf Verzicht der Zuwendung lehnten Janker, Martin Reil, Karl Bauer und Marga Schieder-Beierl ab. Wobei letztere der CSU der CSU vorhielt, der Antrag sei überflüssig gewesen. "Ihr hättet doch einfach nur gegen das Zuschussgesuch stimmen müssen." "Wir wollten damit auf die finanzielle Problematik hinweisen", entgegnete CSU-Sprecher Härtl. Die nachgeschaltete Abstimmung über den Antrag der Kirchenstiftung befürwortete dann Reil auch nicht mehr.

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