06.03.2020 - 10:25 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Kindergarten Leuchtenberg soll erweitert werden

Die Kirchenverwaltung als Besitzer und Träger hat die Planungen abgeschlossen. Die Gemeinde wird den Bedarf anerkennen. Die Frage ist: altersgeöffnete Gruppe oder Kinderkrippe.

Pfarrer Adam Nieciecki, Kirchenpfleger Hubert Zitzmann, Bürgermeister Anton Kappl und VG-Geschäftsleiter Lothar Kipp (von rechts) besprechen das weitere Vorgehen bei der Erweiterung des Kindergartens.
von Ernst FrischholzProfil

Im letzten Gespräch bevor das Projekt am Montag, 9. März, im Marktrat zur Bedarfsanerkennung vorgelegt, wird trafen sich Pfarrer Adam Niediecki, der Vorsitzende der Kirchenverwaltung, und der Geschäftsleitende Beamte der Verwaltungsgemeinschaft (VG), Lothar Kipp, im Pfarrhof. "Wir wissen, was wir wollen", sagten der Geistliche und der Kirchenpfleger. "Wir werden das anerkennen und entsprechend reagieren", betonten Bürgermeister Anton Kappl und Geschäftsleiter.

Fakt ist der gestiegene Bedarf im Kindergarten, der derzeit mit 64 Plätzen per Ausnahmegenehmigung belegt ist. Die ursprüngliche Betriebserlaubnis sagt 50 +4 Plätze. "Dieser Bedarf wird nachhaltig bleiben", war Kipp sicher. Bereits 2918 hatte die Kirche als Träger der Gemeinde die Notwendigkeit einer Kindergartenerweiterung angetragen. Damals ging man von einer altersgeöffneten Gruppe aus. Hierauf fasste die Marktgemeinde dann Beschluss für die Bedarfsanerkennung einer altersgeöffneten Gruppe. Ab da begannen umfassende Gespräche mit den Fachstellen, angefangen beim Jugendamt, der Caritas und der Diözese in Regensburg und es wurde auch Antrag an das Baureferat der Diözese gestellt, verdeutlichten Zitzmann und Pfarrer Nieciecki. Zur Sicherheit gab es eine nochmalige Bedarfsermittlung.

Nach den Gesprächen mit den Fachstellen und der Diözese waren die Verantwortlichen überzeugt, dass der Kindergarten um eine Krippe erweitert werden soll. Die altersgeöffnete Gruppe ist damit vom Tisch.

"Wir werden also am Montag unseren Beschluss auf die Bedarfsanerkennung für einen Krippenanbau umfunktionieren", bestätigte Bürgermeister Kappl. Danach soll ein Architekt für die Planungen beauftragt werden. Stehen die Planungen, erfolgt eine Finanzierungsvereinbarung zwischen der Kirchenstiftung und der Marktgemeinde. Danach wird die Kirchenverwaltung einen Förderantrag bei der Diözese stellen, die maximal 16 Prozent der förderfähigen Kosten trägt. Zeitgleich beantragt die Marktgemeinde bei der Regierung der Oberpfalz einen Zuschuss. Die Höhe hängt hier von verschiedenen Faktoren ab, erklärte Geschäftsleiter Kipp aus. Nicht verbunden mit dem Kindergarten wird die Nachmittagsbetreuung für die Kinder der Grundschule. Die Schulbetreuung werde extra aufgestellt, verdeutlichte Bürgermeister Kappl. Dies bereits ab dem im September beginnenden neuen Schuljahr. Eine Befragung der Eltern werde den Bedarf ausloten. Die Nachmittagsbetreuung werde in der Grundschule sein.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.