09.01.2020 - 09:35 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

In Leuchtenberg sind die Heiligen Drei Könige zu viert

Die drei Himmelsboten Kaspar, Melchior und Balthasar verkünden ihre Botschaft von der Geburt des Jesukindes. Da hält einige Momente später der „vierte heilige König“ Einzug beim Seniorennachmittag in Leuchtenberg.

Die Seebauer Moidl unterhielten mit Musik, Geschichten und Witzen im Pfarrheim beim Seniorennachmittag.
von Ernst FrischholzProfil

Einen unterhaltsamen und gelungenen Seniorennachmittag bot die CSU den älteren Mitbürgern der Marktgemeinde am Dreikönigstag. Nach über 40 Jahren ist dieser schon zur Tradition in der Marktgemeinde geworden, machte Bürgermeister Anton Kappl deutlich. Eingeführt vor den vier Jahrzehnten von der Jungen Union, führt ihn nun die CSU seit drei Jahrzehnten weiter. Und die Beliebtheit nahm nicht ab, freut sich der Bürgermeister.

"Ich freue mich, dass das Angebot von euch unvermindert angenommen wird", sagte CSU-Vorsitzender Rainer Schmeidl zu den Senioren im Pfarrheim. „Nimm dir Zeit“ sangen eingangs die „Seebauer Moidln“ und die Anwesenden nahmen sich Zeit, die Bewirtung der CSU zu genießen und mit Bekannten zu plaudern. Die CSU hatte erstmals einen Fahrdienst angeboten. Schmeidl hob weiter die Frauen heraus, die wie sich zeigte, mit ihren reichhaltig garnierten Kuchentellern, den Geschmack der Frauen und Männer trafen.

Eingangs kamen gleich die Heiligen drei Könige und wünschten ein frohes Neues Jahr. Dann aber erfuhren die Besucher, dass es noch einen vierten König gibt. Den interpretierten Pfarrer Adam Nieciecki und die Seebauer-Modl in unterschiedlicher Version. Sie boten die Geschichte vom Wiener Michael Haas im böhmischen Dialekt, nach der der Stern von Bethlehem einen Umweg über Böhmen machte und den Bischof von Hradec Kralovec als vierten König mitnahm. Dieser packte als Geschenk für das Jesukind Olmützer Quargeln ein.

Pfarrer Adam erzählte, dass außer den drei weisen Männern, die das Kind in der Krippe anbeten wollten, sich auch noch ein vierter König auf den Weg gemacht hatte. Drei wertvolle Edelsteine wollte er schenken. Aber weil sein Pferd lahmte, kam er nicht rechtzeitig zum vereinbarten Treffpunkt. Eine arme Mutter, die sich nicht trösten ließ, erzählte ihm von den furchtbaren Kindermord in Bethlehem, dem auch ihr Söhnchen zum Opfer gefallen war. Voller Mitleid schenkte er ihr einen leuchtend roten Edelstein, den er eigentlich dem Königskind geben wollte.

Nachdem Gemeindechef Kappl allen mit den besten Wünschen fürs Neujahr die Hand geschüttelt hatte, gab es Geschenke in Form der kostenlosen Tombola. Einen Preis bekam jeder der Anwesenden. Der Hauptpreis ging allerdings aus der Gemeinde hinaus. Auch die Seebauer Moidl hatten ein Los bekommen und Marga Roßmann hatte den Hauptpreis. Zwei Karten für die Burgfestspiele und eine Flasche Lourdes-Wasser, die der Bürgermeister als Organisator der Soldatenwallfahrt nach Lourdes mitbrachte.

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