Elektromeister Helmut Paulin aus Leuchtenberg, bekannt als „Lederer“, ist nach längerer Krankheit im Beisein seiner Familie im Weidner Klinikum verstorben. Der leidenschaftlicher Jäger wurde 85 Jahre alt.
Der gebürtige Leuchtenberger hatte durch seinen Vater Ignaz österreichische Wurzeln. Dieser war für den Bau der Ostmarkstraße in die Region gekommen. Nach der Schule begann Paulin eine Lehre als Elektroinstallateur bei Elektro Weber in Weiden. 1971 legte er in Regensburg die Meisterprüfung ab. Bis 1974 arbeitete er in der Pirkmühle und danach im HPZ in Irchenrieth als Elektromeister. Zusätzlich führte er ab 1972 seinen eigenen Betrieb im Elektrohandwerk. 2006 erhielt er den Goldenen Meisterbrief. Durch sein enormes Fachwissen war er bei vielen Bauvorhaben sehr gefragt.
Am 4. September 1971 heiratete er seine Barbara, geborene Wittmann. Das Paar baute das „Lederanwesen“ am Ringelbrunnen gemeinsam komplett neu und erweiterte es. Paulin sei den Kindern Heidi und Christian ein liebevoller Vater gewesen. Die drei Enkel und ein Urenkelkind hätten ihm besondere Freude bereitet, sagte Pater Jo Jovilla beim Requiem in der Pfarrkirche St. Margareta
In den Vereinen waren sein Wissen und seine Hilfsbereitschaft sehr geschätzt. 1982 legte Paulin die Jägerprüfung ab und übernahm 2011 das Gemeinschaftsjagdrevier Leuchtenberg als Pächter. Bei der Jagdgenossenschaft Leuchtenberg war Paulin über 45 Jahre lang Mitglied im Vorstand. Noch im Oktober 2025 hatte er mit Freunden, Verwandten und Vereinen 85. Geburtstag gefeiert. Dann ließen die Kräfte nach. Pater Jo Jovilla dankte Paulin im Namen der Pfarrei für seine Arbeiten am Kindergarten und der Pfarrkirche.
In den Nachrufen der Leuchtenberger Vereine wurde besonders Paulins Hilfsbereitschaft und kameradschaftliches Wesen hervorgehoben. Paulin gehörte der Feuerwehr, dem Männergesangverein „Liederkranz“, dem Krieger- und Soldatenverein sowie dem OWV an. Michael Kraus, Vorsitzender der Kreisgruppe Vohenstrauß des Landesjagdverbands, erinnerte an Paulins Einsatz bei der Ausbildung von Jungjägern. Karin Hartwig begleitete die Trauermesse auf der Orgel, Markus Hagen spielte Gitarre.
Ein langer Trauerzug, angeführt von den „Turmbläsern“ aus Neustadt/WN und den Fahnenabordnungen der Vereine, führte zum Friedhof. Die Grenzlandjagdhornbläser spielten zum Abschied „Jagd vorbei Halali“ und „Auf Wiedersehen“.













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