"Die Informationen hier in der Sitzung sind umfassend, nur an der Gesprächskultur sollte noch gearbeitet werden." So lautete das Resümee von Zuhörer Hubert Zitzmann nach der Marktratssitzung in Leuchtenberg am Montag. "Ab Sonntag sind nach der Wahl solche Emotionen wieder Makulatur", schwächte Bürgermeister Anton Kappl ab. Darüber sei er froh, denn dann stehe die Gemeinde wieder im Vordergrund.
Er informierte in der Sitzung über die Mittagsbetreuung für die Schulkinder. Diese sei ab dem Schuljahr vom Kindergarten aufgekündigt (wir berichteten). Inzwischen wurden 50 Eltern - auch die der Vorschulkinder - vor drei Wochen angeschrieben, welche Betreuung für sie wünschenswert sei. Erstes Ergebnis seien zehn Rückmeldungen. Zugleich würden positive Gespräche mit der Schulleitung laufen. Es wird ab dem September eine Betreuung an der Schule geben. Dem Gemeinderat wird das aus den Gesprächen resultierende Konzept vorgelegt.
Nicht verstehen konnte der Gemeindechef, dass nun von der SPD-Fraktion ein Antrag für die nächste Sitzung im April eingereicht wurde, in dem eine Nachmittagsbetreuung an der Schule ab September 2020 mit der zeitnahen Einstellung einer Fachkraft gefordert wird. "Man hört davon und springt auf den Zug auf", ärgerte sich Kappl.
Dann ging es um die Abkochverordnung für das Trinkwasser im Bereich Döllnitz und Preppach, die vom Wasserlieferer „Glaubendorfer Gruppe“ aufgrund festgestellter Keime angeordnet worden sei. Er, so Kappl, wurde davon telefonisch am späten Abend am Freitag, 7. Februar, unterrichtet. Bereits am Samstag, 8. Februar, haben Gemeindearbeiter die Information darüber in die Haushalten verteilt. Gemeinderat Bernhard Kammerer als Döllnitzer bestätigte, dass ihm die Mitteilung früh um 8 Uhr zugestellt worden sei.
Die Ursache der Verkeimung ist nach Kappls Worten noch nicht bekannt. Eine Gefährdung bei entsprechendem Abkochen sei nicht gegeben. Eine zeitnahe Information bezüglich Wegfall der Abkochanordnung werde erfolgen. Hierzu lag von der SPD-Fraktion ein Antrag vor, in dem in der nächsten Sitzung im April um Informationen gebeten wird: Welche Ursachen liegen vor? Wie lange muss abgekocht werden? Bürgermeister Kappl nannte es bedenklich, wenn nur aus Informationen innerhalb einer WhatsApp-Gruppe - wie es bei Markträtin Gerlinde Janker nach eigenem Bekunden der Fall gewesen sei - Anträge formuliert werden, ohne sich bei ihm über den Sachstand zu informieren. "Wir sind im laufenden Kontakt mit der Glaubendorfer Gruppe. Die tut alles, aber wir können darauf nicht einwirken", betonte der Bürgermeister.
Eine lange und laute Diskussion schloss sich an. Bernhard Kammerer brachte an deren Ende ein anderes Thema auf den Tisch: Beim Spielplatz in Döllnitz würden Misthaufen und aller mögliche Müll abgelagert. Hierzu erklärte Verwaltungsleiter Lothar Kipp, dass hier bereits eine Ursachenermittlung laufe.












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