28.10.2019 - 12:52 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Weg erfolgreich weitergehen

Die CSU Leuchtenberg setzt auch ab 2020 auf Anton Kappl als Bürgermeister. Der spricht davon, dass der Aufbruch weiter geht und er noch Pfeile im Köcher hat.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl (rechts) bezieht in seine Glückwünsche für Anton Kappl auch dessen Ehefrau Maike mit ein.
von Ernst FrischholzProfil

Im DJK-Sportheim nominierte die CSU den Amtsinhaber als Kandidaten für die Kommunalwahl am 15. März. Zweiter Vorsitzender Gerd Scharff moderierte den Abend. CSU-Fraktionssprecher Wolfgang Härtl stellte fest, dass die Partei den eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen wolle. "Dazu braucht man Kontinuität und dafür, wie für so vieles, steht Anton Kappl."

Geld für Investitionen

Er berichtete über die Leistungen und Projekte in seiner ersten Periode als Gemeindechef, die er trotz geringen Haushaltsvolumens bei einer fast zweijährigen Durststrecke, in der wegen des gravierenden Personalmangels in der Verwaltung zeitweise gar nichts mehr ging, umgesetzt habe. Bei wenig Geld in der Kasse lautete Kappls Losung: einfach die richtige Zeit abwarten und dann konsequent alle staatlichen Förderungen abgreifen. "Für Investitionen muss immer Geld da sein, denn nur wer investiert, ist überlebensfähig."

Der Sprecher griff zwei Themen heraus. Einmal das Baugebiet Pfarrhäusl, das Jahre dahingedümpelt hatte, bevor er Nägel mit Köpfen gemacht habe. Weiteres Beispiel war die Ausstattung der Feuerwehren. Das Einsatzfahrzeug für Leuchtenberg war ja schon beschlossen. Dafür musste er nach seinem Amtsantritt nur mehr 300 000 Euro bezahlen. Dazu gab es auch Fördergelder.

Letzte Anschaffung war das Gefährt für die Feuerwehr Lerau für 100 000 Euro bei überschaubaren Zuschüssen. Ein Leuchtturmprojekt der vergangenen Jahre war der Glasfaserausbau. Die gesamte Gemeinde ist mit mindestens 30 M/bit abgedeckt. Einige Dörfer haben Glasfaseranschluss. Der Straßenbau innerhalb der Periode war ein weiterer Meilenstein. "Es galt einfach die 90prozentige Förderung gezielt zu nutzen", erklärte Kappl. Von Döllnitz zur Bundesstraße 22 und von Michldorf nach Kleinpoppenhof waren die Großprojekte. Die Gemeinde musste hierzu über 600 000 Euro trotz guter Förderung beisteuern. Ein Großbauprojekt läuft noch. Dass hier Sand im Getriebe ist, verhehlte Kappl nicht.

Die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle für 700 000 Euro bei 430 000 Euro Förderung ist in Stillstand geraten. Grund für den Stopp sei, dass Handwerkerleistungen auf den Prüfstand gestellt werden müssten. Dies dauere noch an. Alles sollte bereits fertig sein.

Kappl redete auch mit Stolz von der Belebung der Partnerschaften mit Pfreimd und Grünsfeld, sowie dem tschechischen Manetin, in die sich nun auch die Vereine als belebendes Element eingeklinkt haben. Sich auf diesen Erfolgen auszuruhen ist für Kappl kein Thema. Die Zukunft soll die Marktgemeinde weiter nach vorne bringen. Die kleine Dorferneuerung habe schon planerisch begonnen. Punktuell gilt es in Leuchtenberg Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Da sei auch der geringe Leerstand nicht ausgegrenzt. Im weiteren Verlauf will Kappl dann auch Michldorf, Döllnitz und Steinach einbeziehen.

Neues Baugebiet

Zukunftsweisend sei ein weiteres Projekt, dass in der November-Sitzung schon Gestalt annehmen könnte: ein neues Baugebiet. "Hier sind wir uns selbst voraus", sagte Kappl. Auf der Agenda stehe auch die weitere Verbesserung der Infrastruktur wie etwa die Wasserleitung Lückenrieth, der Straßenbau von Hammermühle nach Lückenrieth, der Straßenbau in Kleßberg und auch in Steinach. Mit unter elf Gemeinden ist man auch beim Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) unterwegs. Ein absolutes Zukunftsprojekt.

Was vorher eigentlich klar war, untermauerte die Abstimmung. Kappl wurden einstimmig ohne Gegenstimme als Bürgermeisterkandidat der CSU nominiert. Der stellvertretende Landrat Albert Nickl, der das gesamte Nominierungsprozedere leitete, bezeichnete Kappl als Bürgermeister mit Herz und Seele. Mit der Weichenstellung für die nächsten sechs Jahre wird ihm die Möglichkeit gegeben, die erfolgreiche Fahrt von Leuchtenberg in die richtige Zukunft zu lenken. Nickl resümierte, dass Leuchtenberg keine negativen Schlagzeilen mehr macht, sondern genau umgekehrt, positive.

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