19.12.2018 - 08:47 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Zeitplan bei Halle "völlig aus den Fugen"

Bürgermeister Anton Kappl kritisiert in der letzten Marktratssitzung des Jahres den Fortgang der Arbeiten an der Mehrzweckhalle. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Eine Nürnbergerin spendet 5000 Euro.

Die Sanierung der Mehrzweckhalle läuft sehr schleppend. Der Zeitplan ist völlig aus den Fugen. Man hinkt nach Aussage von Bürgermeister Anton Kappl weit hinterher.
von Ernst FrischholzProfil
Die Sanierung der Mehrzweckhalle läuft sehr schleppend. Der Bauzeitplan ist völlig aus den Fugen. Man hinkt nach Aussage von Bürgermeister Anton Kappl weit hinterher.

Zuschuss an das Landestheater stand auf der Tagesordnung der Marktratssitzung. Bürgermeister Kappl führte aus, dass Marga Baum aus Nürnberg der Gemeinde 5000 Euro zur Verfügung gestellt hat, die zweckgebunden an das Burgtheater gehen sollen. Bei der großzügigen Nürnbergerin handelt es sich um die Cousine von Josef, Hans und Justin Winter aus Leuchtenberg, die eine ganz besondere Liebe mit ihrem Heimatort verbindet. Mit bisher weit über 10000 Euro hat Baum Vereine oder auch die Gemeinde unterstützt. Diese 5000 Euro kommen nun noch dazu. Kappl gab vor, dass an die Stadtbühne 1000 Euro und an das Landestheater 4000 Euro als Zuschuss gehen. Bauanträge genehmigt

Das gemeindliche Einvernehmen wurde den Anträgen auf Neubau eines Einfamilienhauses im Baugebiet "Am Pfarrhäusl" sowie auf Anbau eines Rinderstalls in Unternankau und zudem einer Bauvoranfrage auf Anbau eines Wohngebäudes an ein ehemaliges landwirtschaftliches Gebäude in Unternankau erteilt. Öko-Modellregion

Die Marktgemeinde ist dabei beim Projekt Öko-Modellregion Naturparkland, vorausgesetzt sie kommt zum Zug. Die Bewerbung, so Kappl, würde in der ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) mit den elf Partnergemeinden des Altlandkreises inklusive Floß und Flossenbürg laufen. Insgesamt werden sich 27 Regionen in Bayern bewerben und von denen nur sechs zum Zug kommen, die dann gefördert werden. Ziel ist, verschiedene Betriebe und Projekte, die auf ökologischen Landbau umstellen, zu unterstützen und gemeindliche Projekte mit dem Blick Ökologie einzubeziehen. Darunter fällt zum Beispiel die Mittagsverpflegung an Schule und Kindergarten. Als erster Betrieb habe die Mosterei Bernhard in Steinach bereits großes Interesse angemeldet. Über einen ersten Workshop in Moosbach berichtete zweiter Bürgermeister Karl Liegl, der hier große Chancen sah. Das Projekt wird sieben Jahre laufen. Der Marktrat entschied sich einstimmig für die Teilnahme an der Bewerbung. Teures Jahr

Das Schlusswort nutzte der Bürgermeister für einen kurzen Jahresrückblick. Es sei ein kostspieliges Jahr gewesen. Die Investitionen haben gezeigt, dass es vorangeht. Der Haushalt spreche dabei eine deutliche Sprache. Großprojekte wie der Straßenbau verliefen reibungslos, wogegen bei der Mehrzweckhallensanierung Sand im Getriebe sei. Es laufe schleppend und der Bauzeitenplan sei völlig aus den Fugen geraten.

Großprojekte wie die Straße von Michldorf nach Kleinpoppenhof sind fest im Fokus. Die Ausschreibung erfolgt in diesen Tagen. Mit der "kleinen Dorferneuerung" werden in Leuchtenberg Eckpfeiler für die Zukunft gesetzt. Ausdrücklich hob der Gemeindechef die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in der Gemeinde und hier die fünf Ortsfeuerwehren heraus, sowie die Ersthelfer vor Ort, die ein eigenes Kapitel mit bereits 120 Einsätzen in diesem Jahr schreiben. Kappl lobte auch die Arbeit im Bauhof. Hier werde mit Kopf und Verstand die Arbeit erledigt. Ein Winterdienst für 50 Kilometer Gemeindestraßen sei kein Pappenstiel.

Kappl schloss in seinen Dank auch den Marktgemeinderat ein, der wichtige Entscheidung mit großer Mehrheit trägt. Auch wenn es manchmal in der Diskussion "zur Sache geht". Aber das sei gelebte Demokratie. CSU-Sprecher Wolfgang Härtl schloss in sein Statement alle Markträte ein. "Wir haben viel hingekriegt, und das trotz der großen Schwierigkeiten, die in der Verwaltung ohne deren Verschulden wegen Personalengpässen bestanden", sagte Härtl. Es sei gut, zu sehen, dass sich alles normalisiere und so ein schweres Jahr Geschichte sei.

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