26.04.2019 - 13:22 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Zukunftsorientiertes Zahlenwerk

Wann hat es bei der Marktgemeinde Leuchtenberg im ersten Quartal schon mal einen Haushalt gegeben? Kämmerin Sabrina Schaffner legt dem Marktrat die Details auf den Tisch.

Symboldbild
von Ernst FrischholzProfil

Der Gesamthaushalt des Markts Leuchtenberg sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 5438700 Euro vor. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 2856000 Euro und auf den Vermögenshaushalt (Investitionen) 2582700 Euro. Dies liegt auf dem Niveau von 2018.

Haupteinnahmen im Verwaltungshaushalt sind Steuern und Zuweisungen von 1560000 Euro, Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb 1160900 Euro und sonstige Finanzeinnahmen 135100 Euro. Relevante Positionen darin der Einkommensteueranteil 691000 Euro, die Schlüsselzuweisungen 499000 Euro, Gewerbesteuer 220000 Euro, Grundsteuer 93000 Euro, Straßenunterhaltszuschuss 121300 Euro. 30000 Euro gibt es Konzessionsabgabe und 12800 Euro Einspeisevergütung der Photovoltaikanlage. Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes sind es in der Hauptsache Personalkosten 333100 Euro, Umlage an den Landkreis 460000 Euro, Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Tännesberg 278800 Euro, Straßenunterhalt 90000 Euro, Schülerbeförderung 72000 Euro, Gewerbesteuerumlage 44000 Euro, Fremdwasserbezug 36000 Euro und für den Kindergarten 300000 Euro, von denen man die Hälfte als Förderung vom Freistaat zurück bekommt. Aus dem allgemeinen Betrieb erwirtschaftet man eine Zuführung zum Vermögenshaushalt für Investitionen von 2223200 Euro.

Der Vermögenshaushalt mit 2582700 Euro beinhaltet zum einen begonnene Maßnahmen die zu Ende geführt werden und zum Anderem, solche die in Planung gehen. Das Hauptaugenmerk liegt in der Sanierung Mehrzweckhalle und Einbau Gemeindezentrum sowie in der Fertigstellung der Straße von Michldorf nach Kleinpoppenhof. Haupteinnahmen hierfür sind Beiträge und Entgelte 290700 Euro, Veräußerungen 12000 Euro, die Zuführung vom Verwaltungshaushalt 223200 Euro, Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen 1660400 Euro und Entnahme aus den Rücklagen 396400 Euro. An Ausgaben sind für die Hochbau 143500 Euro, Tiefbau 1878500 Euro, Grunderwerb 160000 Euro, sowie Erwerb von beweglichem Anlagevermögen (darunter das Feuerwehrauto Lerau) 269000 Euro eingeplant. Um die für die nächsten Jahre geplanten Investitionen umzusetzen sind dieses Jahr bereits Planungskosten für ein Gemeindeentwicklungskonzept „Einfache Dorferneuerung“ sowie die Erschließung weiterer Baugebiete enthalten. Damit alles ohne Kredit bewerkstelligt werden kann, entnimmt man aus den Rücklagen von 1063617 Euro heuer 396400 Euro. Damit hat man noch 667217 Euro Rücklagen. Vorgeschrieben wären 23134 Euro. Die Gemeinde hat zum Jahresende noch 52500 Euro Schulden.

Positiv reagierten die Markträte auf den Vortrag von Kämmerin Schaffner. Bernhard Kammerer (CSU) bezeichnete die Form, Vorbereitung und den Zeitpunkt der Vorlage des Haushalts so, wie man es sich vorstellt. Die Zahlen sind sehr gut und der Blick ist in die Zukunft gerichtet. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt und auch die Rücklagen sind entscheidende Zahlen in dem Werk. „Rundum gut, Frau Kämmerin“, lobte der CSU-Mann. Gerlinde Janker (SPD) warnte davor, sich bei sprudelnden Einnahmen nicht an zu viele Projekte heranzuwagen, sondern lieber eines nach dem anderen in Angriff zu nehmen. Auch Jankers Lob galt der Kämmerin. Allerdings vermisst die SPD-Frau im Haushalt die Ergebnisse des letzten Jahres und nicht wie hier nur die Ansätze.

Die Ergebnisse liegen erst mit der Jahresrechnung vor und nicht schon jetzt, entgegnete Schaffner. Kammerer fügte an, dass man die in den Vorjahren hatte, weil man den Haushalt erst im August oder September hingekriegt hat. Bürgermeister Anton Kappl sah die Arbeit von Schaffner als „sportliche Leistung“, müsse sie doch neben ihrer Arbeit als Kämmerin auch die Aufgaben des Geschäftsleiters erfüllen. Für die Zukunftsinvestitionen sei nicht entscheidend, ob das Geld reicht, sondern ob man es zeitlich schafft. Darum wird sich das einpendeln. Rainer Schmeidl (CSU) fügte an, dass der Haushalt Optionen für die Zukunft enthält. Das war früher nicht der Fall. Wann wir nun diese angehen, entscheiden wir hier selbst, schloss Schmeidl. Der Etat wurde einstimmig verabschiedet.

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