Anna Toman ist Mitglied bei der "SoLaWi Stoapfalz" (Solidarische Landwirtschaft Stoapfalz). Daher hat sie Sigi Hagl nach Leugas eingeladen. Dort erläutert Bio-Gemüsebauer Simon Rauch sein Konzept.
Ein Standbein von Rauch ist die "SoLaWi Stoapfalz". Zusammen mit dem Ökologen Andreas Gmeiner hat er dieses Konzept vor ein paar Monaten in die Region gebracht. Es ist eine Form der Vertragslandwirtschaft. Die Verbraucher finanzieren einen Teil des landwirtschaftlichen Betriebs durch einen monatlich festen Betrag und bekommen als Gegenleistung wöchentliche Lieferungen von allen erntefrischen Produkten. Rauch bewirtschaftet auf seinem Hof in Leugas 2 Hektar Gemüse im Feldbau, 1400 Quadratmeter Gewächshäuser, hat 100 Obstbäume und 80 Hühner.
Momentan gebe es knapp 80 Mitglieder. "Das ist für diesen kurzen Zeitraum eine ganze Menge", zeigt sich Hagl beeindruckt. Laut Rauch funktioniert das Konzept. Mit der "SoLaWi" im Rücken wagen er und seine Freundin Simona ab 2019 den nächsten Schritt: Sie ziehen mit dem Betrieb von Leugas nach Krummennaab auf eine Fläche von rund einem Hektar. "Je kleiner die Fläche ist, desto besser und effektiver kann ich es bewirtschaften", ist sich der Gärtner sicher. Dabei will er sich am Konzept des Kanadiers Jean-Martin Fortier orientieren: "Besser anbauen statt mehr." Es gehe darum, die Produktion auf kleinen Flächen zu intensivieren und gleichzeitig so weit wie möglich manuell zu arbeiten.
"Ich bin überzeugt, dass man mit der Gärtnerei etwas verdienen kann", erklärt Rauch der Grünen-Landesvorsitzenden. Er wolle immer alles noch weiter optimieren. Die beiden "Renner" im Hofladen seien die Tomaten und Gurken. "Wir versuchen unseren Betrieb über den Geschmack am Leben zu halten", bietet der Gärtner Hagl eine kleine Tomate zum Naschen an. Der Politikerin hat es offenbar geschmeckt. Schließlich deckt sie sich, bevor sie weiterfährt, noch mit Gemüse ein.
Ziel: Einzug in den Landtag
"Ich will in den Landtag", tritt Anna Toman selbstbewusst auf. Die guten Umfragewerte der Grünen lassen die Bärnauerin auf einen Sitz im Maximilianeum hoffen. Schließlich ist die Direktkandidatin für den Stimmkreis Tirschenreuth auf Listenplatz 2 notiert. "Das wäre eine Riesenchance für die Region", erklärt die Lehrerin. Sie hat von Realschule (Mathematik, Deutsch) auf Mittelschule umgeschult und war bisher in Kemnath tätig. Nun wird sie nach Bad Reichenhall versetzt.
Bei den Grünen ist die 27-Jährige erst seit knapp einem Jahr. Ihr Mann stammt aus dem Irak. "Da habe ich oft sehr unbefriedigende Dinge erlebt. Daher wollte ich mich politisch engagieren. Und da kommen nur Grüne in Frage", begründet Toman ihren Weg. (rti)
















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