15.04.2019 - 14:00 Uhr
Löschwitz bei KemnathOberpfalz

Löschwitz will sich gegen das Wasser rüsten

Erneut trafen sich Interessierte in Löschwitz zur Ortsbegehung bezüglich der Dorferneuerung. Mehrere Schwerpunkte waren Anlass dafür.

Wie man den Gehsteig verlängern könnte, diskutierten die Teilnehmer der Begehung mit Landschaftsarchitekt Emil Lehner in Löschwitz.
von C. & W. RupprechtProfil

Die Landschaftsarchitekten Christina und Emil Lehner sowie Corinna Franz und Norman Langenhan vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) hatten erneut zu einer Begehung durch Löschwitz aufgerufen. Zu den zahlreichen interessierten Bürgern hatten sich auch Bürgermeister Werner Nickl und Eli Eibisch aus Kaibitz gesellt.

Dieses Mal ging es um konkrete Problempunkte wie die Ortseinfahrt aus Richtung Reuth. Meistens sind die Fahrzeuge am Ortsschild noch viel zu schnell. Denn die Straßenverengung, die die Fahrzeuge abbremsen soll, ist leicht zu umfahren, da sie breit genug für den landwirtschaftlichen Verkehr sein muss. Nicht weit davon entfernt ist eine Bushaltestelle, die zwar gekennzeichnet ist, aber kaum auffällt. Das sollte geändert werden, meinten die Löschwitzer Bürger, zumal zahlreiche Kinder in der Siedlung wohnen. Auch die Ortseinfahrt von Senkendorf und Kaibitz kommend soll umgestaltet werden, damit sie einladender wirkt.

Wegen der Sicherheit der Fußgänger wurde auch an eine Verlängerung des Gehsteigs durch den Ort gedacht. Lehner gab zu bedenken, dass die hohen Bordsteine, die dann verwendet würden, die Barrierefreiheit für ältere Menschen und für Mütter mit Kinderwagen einschränken würde. Er erläuterte andere Abgrenzungsmöglichkeiten für Fußgänger.

Ein großes Problem stellt bereits jetzt die Wasserversorgung im Ort dar. Die alte Leitung sorgt regelmäßig mit Wasserrohrbrüchen für Probleme. Es wäre sinnvoll, die Leitungen zu erneuern, bevor in der Dorferneuerung die Straßen neu geteert werden. Doch auch der Hochwasserschutz wird immer wichtiger, fließt doch der Bach mitten durch den Ort und flutet regelmäßig den Kinderspielplatz und die angrenzenden Grundstücke. In Zeiten der Wetterextreme sei es einfach notwendig, hier vorausschauend zu agieren.

Der nächste Besprechungstermin ist am Dienstag, 14. Mai, 19 Uhr, in der Schloßschänke in Kaibitz. Dazu sind die Bürger aus Kaibitz und Löschwitz willkommen. Wegen der Planungen zum Hochwasserschutz werden alle Grundstücksbesitzer eingeladen. Zwei Tage später, am 16. Mai, ebenfalls um 19 Uhr, werden die neuen Vereinbarungen vom Dienstag in Löschwitz genauer besprochen.

Architekt Lehner erklärt die Möglichkeiten, den Ortseingang schöner aber auch verkehrssicher zu gestalten.
Die Parkplatzbrache am Ortseingang stört viele Einwohner von Löschwitz.
Auch die Eckbereiche der Kreuzung am Ortseingang im Bereich der ehemaligen Diskothek Santana könnte man freundlicher und einladender gestalten.
Die Engstelle Richtung Reuth bedeutet für PKW-Fahrer kein Hindernis und wurde divers diskutiert, da Fußgänger und Radfahrer immer wieder in Bedrängnis geraten.
Die Bushaltestelle ist nicht weit von der Reuther Einfahrt nach Löschwitz entfernt. Mit den beiden Schildermasten fällt sie viel zu wenig auf. Eine Gefahr für alle Kinder, die von hier aus zur Schule fahren.
Auch der Spielplatz ist regelmäßig vom Hochwasser bedroht.
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