11.02.2019 - 12:18 Uhr
Löschwitz bei KemnathOberpfalz

Profil für Löschwitz erarbeiten

Die Planungen für die Dorfsanierung in Löschwitz und Kaibitz biegen auf die Zielgerade ein. Im vollbesetzten Gemeinschaftsraum der Feuerwehr erklärte Architekt und Stadtplaner Emil Lehner den aktuellen Fragebogen.

Erwin Lottes begrüßt die Anwesenden Bürger und skizziert kurz den Stand der Dorferneuerung
von C. & W. RupprechtProfil

Die Löschwitzer lieben ihr Dorf und wollen mitreden bei der Sanierung und Gestaltung ihres Wohn- und Lebensraumes. Deshalb versuchten viele, sich den Termin für die Versammlung frei zu halten. Entsprechend dicht gedrängt saßen sie im Gemeinschaftshaus der Feuerwehr zusammen.

Erwin Lottes begrüßte die Anwesenden und überschrieb den Abend mit drei Fragen: "Wo stehen wir? Was wollen wir? Wo wollen wir hin?" Architekt Emil Lehner erläuterte das weitere Vorgehen. Um in die genauere Planungsphase gehen zu können, sei ein Fragebogen an die Bevölkerung ausgeteilt worden. Jeder könne sich so ganz individuell einbringen.

Lehner erläuterte zunächst die Bereiche des "alten" Dorfes und der zwei Siedlungen, auf die sich der Fragebogen bezog. Anschließend stellte er diesen Punkt für Punkt vor und beschrieb, wie die Fragen zu verstehen sind. Die Löschwitzer sollten ihr direktes Wohnumfeld, den Bereich Arbeiten - Betriebe und Landwirtschaft bedenken. "Wie beurteilen sie ihre Lebensqualität?", "Wo liegen die Vorzüge von Löschwitz?", "Wie ist die Situation der Kinder und wie steht es um ihre Sicherheit?" und "Was sind die sozialen Möglichkeiten der Erwachsenen?" - all dies gab es zu beantworten.

Der Fragebogen betrachtete auch die Handlungsfelder Freizeit, Kultur und Versorgung, die Verfügbarkeit von Autos und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie die Situation der Senioren. Die Verkehrssituation stellt einen weiteren Punkt dar, der die Löschwitzer bewegt.

Jeder dürfe im Fragebogen Ideen und Wünsche, die er für Löschwitz habe, benennen. Lehner versicherte, dass die Fragebögen anonymisiert ausgewertet und danach vernichtet werden. Für Personen, die an diesem Abend verhindert waren, sei es möglich, die Fragebögen noch zeitnah nachzusenden.

Die Auswertung wird auf drei verschiedene Weisen erfolgen. Zuerst wird jede Frage für sich ausgewertet, dann nach Zusagen sortiert und daraus ein Profil erstellt. Diese Vorschläge werden beim nächsten Termin vorgestellt. Die Bürger dürfen sich dazu äußern, bevor ein Handlungsauftrag entsteht.

Lehner kündigte an, dass beim Gutachten das Zusammenwirken der beiden Orte Kaibitz und Löschwitz berücksichtigt werden wird. Er betonte auch, dass eine Dorferneuerung nur dann gut gelingen könne, wenn nicht nur die Maßnahmen der Kommunen umgesetzt werden, sondern auch die Privatleute ihre Anwesen herrichten.

Das nächste Treffen findet am Mittwoch, 27. Februar, um 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus Löschwitz statt. Norman Langenhan vom Amt für Ländliche Entwicklung kündigte an, dann auch einen Überblick über die Förderung für private Sanierungsvorhaben zu geben.

Architekt und Stadtplaner Emil Lehner führt Schritt für Schritt durch den Fragebogen und erklärt, wie die einzelnen Fragen zu verstehen sind.
Konzentiert beantworten die Löschwitzer die Fragen zu ihrer persönlichen Situation und zur Situation im Dorf.
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